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Dolomiten Höhenweg Nr.3

Ausgangspunkt: Toblach/Südtirol
Endpunkt: Longarone/Belluno
Länge: ca. 120 Kilometer
Höhenmeter: ca. 8000 im Aufstieg

Der Dolomiten Höhenweg Nr. 3 gehört zu den insgesamt 10 Dolomitenwegen, der Weg Nr. 3 verläuft mehr oder weniger parallel zum Weg 1 und 2 ist aber technisch schwieriger einzustufen.
Die zwei Klettersteige vor allem der durch die Sorapis Gruppe können,  für Trailrunner empfehlenswert auf schönen Wegen umlaufen werden (westlich). Wer den Klettersteig durch die Sorapis Gruppe vorzieht muss dafür Klettersteigausrüstung inkl. Helm einplanen.
Im allgemeinen bietet der Höhenweg Nr.3 eine tolle Mischung aus meist einsamen singletrails, Steigen, Pässen, Hochebenen und Wäldern.
Übernachtet werden kann durchgehend in Hütten oder Unterkünften und Hotels in den Talorten. Ich habe Mitte Juni keine Unterkünfte vorgebucht, was auch nicht notwendig war.
Wer den Drei Zinnen einen Besuch abstatten möchte,  kann dies nach dem Abstieg vom Strudelkopf von Landro aus tun. Ein anfangs breiter Forstweg der später in einen guten Steig übergeht führt direkt vom Parkplatz an der Hauptstraße hinauf. Hierfür macht man in etwa 1000 extra Höhenmeter. Auf dem selben Weg gelangt man auch wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Der Weg ist nicht durchgehend markiert, Lokal werden immer wieder andere Wegnummern verwendet daher empfiehlt es sich eine gute Karte bzw GPS und Führer dabeizuhaben. Landschaftlich gibt es täglich Highlights, persönlich hat mir der letzte Abschnitt ab dem Refugio Venezia bis Longarone am besten gefallen. Der Abschnitt ist sehr abwechslungsreich und bietet alles, zwischen laufbaren Waldwegen bis hin zu alpinen Kammwegen.

Wer es etwas gemütlicher angehen möchte sollte 4-5 Tage für die Strecke einplanen, bei gutem Wetter ist der Weg mit guter Kondition auch in 2,5 bis 3 Tagen machbar. Etappeneinteilung und Planung bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

Hochkönigman Endurance Trail 2017 (85km/5000+)

Nach meinem DNF beim 100 miles of Istria im April habe ich mich kurzerhand entschlossen, beim Hochkönigman 85k zu starten. Zusammen mit meinem Laufkollegen Volker Sauerzapf ging es daher nach Maria Alm, dem Austragungsort des Hochkönigman! Die tolle Gegend mit herrlichem Bergpanorama wohin man blickt und das abwechslungsreiche Rennprofil sowie eine sehr gute Wettervorhersage für die Rennzeit machten die Vorfreude groß und somit stand einem guten Trail Abenteuer nichts mehr im Wege. Der Start am Freitag um 24:00 kam mir sehr gelegen da ich Nachtstarts sehr gerne habe und am liebsten Rennen mit jenen laufe. Pünktlich um Mitternacht ging es also los, ca 150 Starter machten sich bei trockenen Verhältnissen und sehr guter Stimmung auf den Weg des 85 Kilometer langen Endurance Trails. Das Tempo war von Anfang an hoch und somit musste ich schnell einsehen, dass ich mit der Spitzengruppe um Florian Grasel, Andi Tockner und Gerald Fister nicht mithalten kann. Ich fühlte mich dennoch sehr gut und bemühte mich meinen Rythmus zu finden. Bergaufpassagen zügig hinter mich bringen, die Geraden laufen, bergab schneller laufen 🙂

Im Schein meiner Stirnlampe folge ich der Anfangs gut markierten Strecke auf flowigen Singletrails, die teils wurzelig und steinig aber nicht zu technisch waren. Bei km40 konnte ich einen schönen Sonnenaufgang über dem Wolkenverhangenen Tal genießen und steuerte einem längeren downhill zu CP3 nach Mühlbach entgegen. Leider wurden die Markierungen immer schlechter, sodass ich froh war mir den gpx track auf mein Handy gespeichert zu haben. Einige Male stand ich da und nahm dieses zur Orientierungshilfe.

Beim CP5 in Dienten nahm ich mein Dropbag entgegen, wechselte einige Sachen und machte mich auf den weiteren Weg in den letzten und schwierigeren Streckenabschnitt in Richtung Statzerhaus und Schwalbenwand. Mittlerweile ist es auch richtig heiß geworden und ich achtete besonders auf meine Nahrungs und Flüßigkeitszufuhr. Mein Freund Volker hat aufgeschlossen und somit kämpften wir gemeinsam den Kamm entlang mit seinen unzähligen kleinen Auf- und Abstiegen.

Bergauf war es zu diesem Punkt im Rennen schon eher mühsam, Bergab konnten wir aber noch immer gut Tempo machen. Die letzten Kilometer hinein nach Maria Alm waren in der Mittagshitze gerade noch erträglich, wir waren uns aber einig das es heute nicht viel länger dauern hätte dürfen 🙂

Die Party danach mit Planschbecken und kalten Getränken war lustig, danach wurde etwas geschlafen und die restliche Zeit der wiederholten Nahrungsaufnahme gewidmet.

Das Rennen war bis auf die eher sperrlichen Markierungen sehr gut organisiert und hat richtig Spass gemacht, sollte man gemacht haben!

Am Ende hat es für einen 5. Platz in 12h:12min gereicht.

5 ultraleichte Ausrüstungsteile für günstig

Ultraleichte Ausrüstung hat den Ruf überteuert zu sein, vergleicht man Gewichts- zu Preisverhältnis stimmt dies auch, man bekommt tatsächlich weniger für sein Geld!
Spass beiseite, in diesem Artikel stelle ich 5 leichte, fast gratis Teile vor, die am Trail nicht fehlen dürfen und sich vielleicht sogar schon im Haushalt befinden.
So spart man Geld und Gewicht!

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Trinkflaschen
Ich verwende seit Jahren handelsübliche PET Flaschen, am liebsten die mit Gatorade (0,75l) geliefert werden. Fast wie bei einem richtigen Outdoorhändler gibt es diese auch in 3 Farben. Die Vorteile im Überblick:

  • sehr leicht
  • Weithals, praktisch für Elektrolytpulver
  • Sportöffnung
  • leicht austauschbar (Hygiene), fast überall erhältlich
  • günstig

Trinkblasen halte ich persönlich für Weitwanderungen aus folgenden Gründen ungeeignet:

  • Der Flüssigkeitsstand ist nicht schnell einsehbar
  • Der Rucksack muss zum Befüllen der Blase abgenommen und vielleicht umgeräumt werden
  • Blase und Schlauch verdrecken sehr schnell, unterwegs ist die Reinigung zu aufwendig
  • Anfällig auf Defekte

 

Drybags & Rucksackliner
Hier eignen sich stabilere Müllbeutel und Zip-Locs am besten, in den Müllbeutel kommt der gesamte Rucksackinhalt hinein, kleinere Gegenstände und Elektronik verstaut man am besten in Zip-Loc Beutel.

Sollte der vorhandene Rucksack eine externe Regenhülle haben, spart man noch zusätzlich an Gewicht wenn man diese daheim lässt! Eine Externe Hülle hält den Rucksack sowieso nicht lange trocken, da nach mehreren Stunden Regen und Wind die Nässe auch über den Rücken in das Innere des Rucksacks gelangt. Bei den meisten Ultraleicht Rucksäcken ist diese Hülle deswegen auch gar nicht dabei,  die Anschaffung einer solchen kann man sich sparen.

Dosenkocher
Ein Spirituskocher aus leeren Getränke- Konserven- oder Spraydosen selbst zu bauen erfordert nur minimalen Zeitaufwand, das Kochersystem ist  effektiv und extrem leicht.
Anleitungen zum Bau eines Dosenkochers für Spiritusbrennstoff gibt es viele, hier eine von Andrew Skurka.

Verzichtet man lieber auf einen Kocher eignen sich Erdnussbutter Container mit Schraubverschluss bestens um die „cold-soak“ Methode anzuwenden.

Löffel
Wer kein Geld für einen Titanum Spork ausgeben möchte, sieht sich am besten nach einem Löffel bei einer Fastfoodkette um. Will man dort nichts konsumieren hilft nettes Fragen meist weiter. Essstäbchen wären eine weitere Möglichkeit.

Unterlage / Groundsheet
Die meisten Zelthersteller bieten zum Schutz des Zeltbodens meist eigene Groundsheets zu fragwürdigen Preisen an. Alternativen dazu bekommt man im Baumarkt eine Folie aus Tyvek oder Polycro. Diese sind günstig, ultraleicht und robust. Einfach auf die Gewünschte Größe zuschneiden und darauf achten, dass das Groundsheet nicht über die Kanten des Tarps oder Zeltes hinaussteht, da sich sonst Regenwasser darauf ansammeln kann.

First Aid Kit
Anstatt ein fertiges Kit im Outdoorladen zu kaufen empfehle ich Überlegungen anzustellen, was tatsächlich auf Tour sinnvoll ist (dies variiert anhand von Länge und Schwierigkeit/Abgeschiedenheit der Tour). Das meisten Utensilien befindet sich ohnehin schon in der Haushaltsapotheke und müssen daher nicht neu gekauft werden.
Zum Verstauen reicht ein ZipLoc Beutel.

Falls ihr weitere Teile die in diese Liste passen würden kennt, hinterlasst bitte ein Kommentar!

 

 

Snow on the Pacific Crest Trail

The 2017 thruhiker season seems to be an interesting one according to the snow levels on the west coast. I thruhiked the PCT in 2011 in a similar way above average snow year.
The snow pack lasted much longer than I thought, from Trail Pass after Kennedy Meadows till Sierra City (about 500mi) with very little stretches of dry trail.
You might encounter snow even earlier, up Baden Powel and San Jacinto. This is nothing compared to the Sierras.

This is what I have to share about my experience for the class of 2017:

  • Start late in Campo, and try to enter the Sierras as late as possible.
  • Your progress will be slower than you think.
  • Use every resupply option, you will be happy about every day off the snow.
  • Do not expect dry feet.
  • Surround yourself with a group of good navigators to take turns on navigation.
  • Hike early when the snow is hard.
  • Put on your crampons or spikes before you enter a difficult spot.
  • Use new shoes with a stiffer sole and a good profile.
  • Make sure your poles have snow baskets!
  • Try to cross rivers early or late in the day.
  • Take time to look for a save spot to cross rivers, this is likely somewhere else than shown on the map.
  • Learn to ski on your heels!
  • Take good care and don’t under estimate avalanche danger!
  • If you don’t feel like you can do that after the first 2 days, turn around.
  • Sunblock and very good sunglasses are a must!
  • Forget snowshoes, suncups and going up and down steep slopes are not the ideal terrain for them.
  • The road to Reds Meadow was still closed, also the road to Mammoth.
    We had to roadwalk to Mammoth Ski Resort and took the free bus to town.

The good things about the snow:

  • There will be no mosquitos.
  • Bears are at lower elevations.
  • The Sierras will be not crowded at all.
  • Heel skiing 🙂
  • The adventurous feeling.
  • Water will be everywhere!

Feel free to ask me questions in the comments!

 

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TV Berichte auf ORF und ServusTV

Beitrag von ORF NÖ:

Live im Studio bei ServusTV (ab min.15)

 

Long-Distance-Hiking in Austria

After having hiked three times across the Austrian Alps on different routes  past summer, I often thought about the difference of thruhiking in Austria and abroad. This article should help future hikers what to expect when hiking the Alps in Austria (and other countries along them).

Austria is a small country with a strong infrastructure

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Good to know:

  • The Alps are a busy place especially in holiday time from July to the end of August. There will be no day where you will not run into other people (not the case when the weather is bad).
  • Thru-hiking is not really a thing in Austria, I met only a party of two other long distance hikers in 119 days. This does not mean that no one does it, but chances are low that you run into someone who is going „all the way“.
  • There is hardly an area without mountain huts, most huts offer accomodation and different kinds of food. People who have never been here before call them „Mountain Hotels“
    Most huts are very busy during the season in good weather conditions. If you plan on going from „hut to hut“ you can hike really light, but you will need quite a budget for it and most thru hikers dont want a hike like that I assume. Too many people, too much comfort, too expensive.
    Nevertheless a Mountain Hut can become very convenient and even life saving in bad weather.
  • Camping is technically prohibited, but the law is a bit different in every state. Check the site of the Austrian Alpine Club for all Information about it. So if you want to do a thruhike of one of the longer trails in Austria it will be a good mixture of sleeping in huts, bed & breakfast houses in towns and campgrounds. An experienced thruhiker will probaply carry a tarp and use it from time to time in the few areas where infrastructure is rare or with the permission of the landowner and he might consider a stealthcamp from time to time.
  • Food purchases are fairly easy, most small towns have supermarkets or grocery stores where you can get different kinds of food a thruhiker will get along with. As mentioned huts provide food too, so you will not starve to death anywhere in Austria. Carry enough cash for huts or emergencys. Some huts are equipped for plastic money but those are rare. You can do a box resupply strategy aswell with the general delivery option at post offices. I dont think that is necessary here, but I did from time to time with shoes, maps and some food. You can get along without them or with just a few if you want to ship maps etc..
  • Navigation & Maps: Depending on what you want to do, there is really any kind of information around, guidebooks, maps, GPS Apps, tons of online platforms and resources. I hiked with the guidebooks from the OEAV (Austrian Alpine Club) and the GPS App from Kompass. The guides are not great for a thruhikers need, but show distances, accomodation options and profiles. All the other writen Information in them is more or less useless for the long-distance-hiker. For grocery shops and post offices I did a lot of online research before wich I transfered into excel and brought along the way. I found another app very usefull which shows all kind of local facilties and stores etc gps based with opening hours.
  • The trail network is huge! Do not stick too much on a planned route, there are many alternatives out there which you can take in bad weather or even more worth then the original route. Make your own choices! Trails in Austria are often very technical and rugged, including big amounts of elevaton loss & gain. There are days where doing 50 or more kilometers per day will be no problem for a strong hiker, on others you will hike a full day with only 30km because of the streneous terrain.
  • Be prepared for any kind of weather at all times! I had two major snowstorms, one in July and one at the end of September, starting rain turn into snow at 1800 meters of elevation and above.
    Always be aware of the forcasted weather. Fresh snow, wind and a poor visibility can turn into treacherous and life-threatening conditions very fast.
  • Consider a membership at the Austrian Alpine Club offering rescue insurance and discounts on accomodation in huts.

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Resources:

https://www.freytagberndt.com Onlineshop for guidebooks & maps
http://www.kompass.de Another shop for guidebooks & maps
Kompass GPS-App download on itunes
http://www.alpenverein.at Alpine Club information and membership
http://www.bergfex.at Online hiking portal with lots of info and online maps
https://www.alpenvereinaktiv.com Same as above from the Austrian Alpine Club

 

What else? Feel free to ask me in the comments!