Projekt OE-3000 2016

Die Idee meine nächste Weitwanderung in Österreich zu unternehmen entstand spontan, während ich eine weitere Tour in den USA in Planung hatte. Dabei wollte ich mehrere existierende Routen und Wege miteinander verbinden, um eine eigene und abwechslungsreiche Route im südwesten der USA zu kreieren.
Bei der Planung für eine kürzere Vorbereitungstour am Nordalpenweg der an meinem Wohnort vorbeiführt, habe ich auf der Seite des Alpenvereins die Karte des österreichischen Wegenetzes entdeckt und war von der Idee den Südalpenweg mit dem Zentral- und Nordalpenweg zu kombinieren sofort ergriffen. Der Gedanke mehr oder weniger direkt vor der Haustüre eine lange Wanderung zu beginnen und dabei die Alpen in Österreich genau kennenzulernen war von Anfang an Grund genug um meinen Trip nach Amerika vorerst zu verschieben.

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Start in Bozen im Juni 2016

Das Projekt:
3000 Kilometer zu Fuß ohne motorisierte Hilfsmittel entlang der Route, über 150.000 Höhenmeter im Aufstieg, 3 Monate, Durchwanderungen des Südalpenweges 03, Zentralalpenweges 02 und des Nordalpenweges 01.

Starten werde ich im Juni 2016 in Bozen, von dort geht es durch die Dolomiten über Brixen und Sexten um entlang des Karnischen Hauptkammes dem Südalpenweg 03 bis nach Bad Radkersburg zu folgen (ca. 700km).
Von Bad Radkersburg nehme ich den Ostösterreichischen Grenzlandweg 07 für ca 150 km bis ich am Hochwechsel auf den Zentralalpenweg 02 stoße. Am Zentralalpenweg werde ich bis nach Feldkirch wandern, von dort weiter auf einer Verbindungsroute nach Bregenz wo ich dem Nordalpenweg 01 nach Wien folgen werde.

Der Stil:
Größtenteils werde ich mich selbst versorgen, das bedeutet die Route alle 3-5 Tage zu verlassen, um in einen Talort abzusteigen und mir die erforderliche Nahrung für den Weiterweg zu kaufen.
Ich plane bis zu 60 Kilometer am Tag zurückzulegen d.h. ist es wichtig nur das notwendigste und funktionellste Equipment bei mir zu haben. Das Basisgewicht meines Rucksacks wird je nach Streckenabschnitt 3.5 – 5 kg wiegen. Mit leichtem Gepäck zu wandern bedeutet für mich frei zu sein, unabhängiger, weniger geschafft am Tagesende, dies gilt nicht nur für´s Wandern!

Die Herausforderung:
Neben Wetterextremen, körperlichen Belastungen und anderen unvorhersehbaren Situationen die während einer Tour in diesem Ausmaß auftreten können, wird es eine große Herausforderung sein, genug mentale Stärke aufzubringen um bei der Sache zu bleiben. Weitwandern bedeutet auch einer gewissen Monotonie ausgesetzt zu sein: Laufen-Essen-Schlafen, Tag für Tag bis man das gewünschte Ziel hoffentlich am Ende erreich hat. Geduld ist das A und O beim Weitwandern, dies habe ich in vielen Unternehmungen gelernt.
In der heutigen Zeit geht vieles sehr schnell, alles ist im Überfluß vorhanden, man ist überall erreichbar, jeder will alles am besten sofort. Meine Erfahrung ist es, dadurch leicht in Stresssituationen zu geraten die sich bei mir meist in Ungeduld, Rastlosigkeit und Unzufriedenheit ausdrücken. Neben dem geografischen Ziel ist mein zweites persönliches Ziel diese Ruhe und Geduld zu vertiefen, meinen eigenen Weg zu gehen und über meine Zeit selbst und frei zu bestimmen.
In erster Linie bin ich einfach gerne zu Fuß unterwegs, es ist die von mir bevorzugte Art des Reisens. Ich liebe es den Tag woanders zu beenden als er begonnen hat, früh morgens im ersten Licht des Tages bereits auf den Beinen zu sein, die Neugierde nicht zu wissen was hinter der nächsten Kurve ist, kurz anzuhalten um zu beobachten oder ein interessantes Gespräch zwischendurch mit dem man nicht rechnet. Es gibt nichts schöneres als neue Gegenden aus eigener Kraft zu erreichen und zu erleben!

Bleib am laufenden und erfahre mehr über meine Planung und Vorbereitung auf facebook-logo (keine Registrierung erforderlich)

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Hochgolling, Schladminger Tauern 2013

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