Hochkönigman Endurance Trail 2017 (85km/5000+)

Nach meinem DNF beim 100 miles of Istria im April habe ich mich kurzerhand entschlossen, beim Hochkönigman 85k zu starten. Zusammen mit meinem Laufkollegen Volker Sauerzapf ging es daher nach Maria Alm, dem Austragungsort des Hochkönigman! Die tolle Gegend mit herrlichem Bergpanorama wohin man blickt und das abwechslungsreiche Rennprofil sowie eine sehr gute Wettervorhersage für die Rennzeit machten die Vorfreude groß und somit stand einem guten Trail Abenteuer nichts mehr im Wege. Der Start am Freitag um 24:00 kam mir sehr gelegen da ich Nachtstarts sehr gerne habe und am liebsten Rennen mit jenen laufe. Pünktlich um Mitternacht ging es also los, ca 150 Starter machten sich bei trockenen Verhältnissen und sehr guter Stimmung auf den Weg des 85 Kilometer langen Endurance Trails. Das Tempo war von Anfang an hoch und somit musste ich schnell einsehen, dass ich mit der Spitzengruppe um Florian Grasel, Andi Tockner und Gerald Fister nicht mithalten kann. Ich fühlte mich dennoch sehr gut und bemühte mich meinen Rythmus zu finden. Bergaufpassagen zügig hinter mich bringen, die Geraden laufen, bergab schneller laufen 🙂

Im Schein meiner Stirnlampe folge ich der Anfangs gut markierten Strecke auf flowigen Singletrails, die teils wurzelig und steinig aber nicht zu technisch waren. Bei km40 konnte ich einen schönen Sonnenaufgang über dem Wolkenverhangenen Tal genießen und steuerte einem längeren downhill zu CP3 nach Mühlbach entgegen. Leider wurden die Markierungen immer schlechter, sodass ich froh war mir den gpx track auf mein Handy gespeichert zu haben. Einige Male stand ich da und nahm dieses zur Orientierungshilfe.

Beim CP5 in Dienten nahm ich mein Dropbag entgegen, wechselte einige Sachen und machte mich auf den weiteren Weg in den letzten und schwierigeren Streckenabschnitt in Richtung Statzerhaus und Schwalbenwand. Mittlerweile ist es auch richtig heiß geworden und ich achtete besonders auf meine Nahrungs und Flüßigkeitszufuhr. Mein Freund Volker hat aufgeschlossen und somit kämpften wir gemeinsam den Kamm entlang mit seinen unzähligen kleinen Auf- und Abstiegen.

Bergauf war es zu diesem Punkt im Rennen schon eher mühsam, Bergab konnten wir aber noch immer gut Tempo machen. Die letzten Kilometer hinein nach Maria Alm waren in der Mittagshitze gerade noch erträglich, wir waren uns aber einig das es heute nicht viel länger dauern hätte dürfen 🙂

Die Party danach mit Planschbecken und kalten Getränken war lustig, danach wurde etwas geschlafen und die restliche Zeit der wiederholten Nahrungsaufnahme gewidmet.

Das Rennen war bis auf die eher sperrlichen Markierungen sehr gut organisiert und hat richtig Spass gemacht, sollte man gemacht haben!

Am Ende hat es für einen 5. Platz in 12h:12min gereicht.

2 Responses

  1. Krasse Leistung, Hut ab und Glückwunsch!

    24. Juni 2017 at 12:56

    • Matthias

      Vielen Dank! 🙂

      29. Juni 2017 at 15:09

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