Allgemein

Interview im Vitamin Berge Podcast

Kurz vor dem Pitz Alpine Glacier Trail 2017 habe ich mich mit Robert von Vitamin Berge zum Interview getroffen welches ihr euch hier ansehen könnt!

 

 


Pitz Alpine Glacier Trail P85 (91k/5500+)

Nach dem meine Regeneration nach dem Großglockner Ultra-Trail sehr gut verlief, ich im Zuge des Pitz-Alpine Glacier Trail zum Trailrunning Symposium geladen war und somit schon vor Ort, entschied ich mich, mir das Pitztal genauer anzusehen und beim P85 an den Start zu gehen.
Um 03:30 fiel gemeinsam mit der P100 Distanz bei klarer Nacht der Startschuss und somit der Sturm auf den Mittagskogel (3159m). Durch den starken Regen davor war der Untergrund stark aufgeweicht und das Blockgestein im oberen Teil mit Vorsicht zu genießen. Ich fühlte mich relativ leichtfüßig und konnte ohne zu viel Energie aufzuwenden einige Läufer hinter mir lassen. Im oberen Drittel kurz vor dem Ausstieg bevor es hinunter zur Gletscherquerung geht, befand ich mich in einer Gruppe von ca 4 Läufern hinter Flo Grasel, Gerald Fister und Martin Schedler. Der spätere Sieger des P85 André Purschke legte beim ersten downhill ein ordentliches Tempo an den Tag und ich beschloß mitzugehen solang es für mich Sinn machte.
Irgendwann wurde sein Rücklicht aber immer kleiner und ich konzentrierte mich auf mein eigenes Rennen. Die erste Labe haben wir jedenfalls beide links liegen lassen 🙂
Den Gletscher erblickte ich zum ersten Mal im Morgengrauen, welch Anblick! Direkt am Rand des Gletschers wurden die Micro-Spikes über die Schuhe gezogen und schon ging es auf die ca 1km lange Querung die ohne Spikes (Pflichtmaterial) unmöglich gewesen wäre, da keine Schneeauflage vorhanden war und wir großteils auf Blankeis unterwegs waren. Die Spikes haben jedenfalls perfekt gehalten.

 

Am Aufstieg zur Braunschweiger Hütte schloß ich zu Martin Schedler auf, der mir vom hohen Tempo der beiden führenden erzählt hat. Wir kamen beide zum Schluß das es noch ein langer Weg sei ins Ziel!

Der lange downhill von der Braunschweiger Hütte zurück nach Mandarfen erforderte volle Konzentration und ließ mich die technische Schwierigkeit der Pitztal trails bereits erahnen.
Nach dem man den Start/Ziel Ort Mandarfen während des Rennens 2 mal durchläuft gibt es die Möglichkeit Verpflegung zu hinterlegen, ebenso fanden meine Spikes ihren Weg ins Depot.
Für mich ging es an zweiter Position in die Zweite Runde die uns hinauf zur Sunnaalm, dem Riffelsee und in weiterer Folge zum Taschachhaus führte. Auf sehr feinen Höhenwegen ging es gut laufend dahin, einige kleine Kletterpassagen und steile Anstiege rundeten den langen Weg zum Taschachhaus ab.

Mittlerweile waren auch schon die anderen Distanzen auf der Strecke und der Start/Ziel Bereich den es ein weiteres Mal zu passieren galt, bei bestem Wetter schon gut gefüllt. Für mich ging es bei direkter Sonneneinstrahlung und dadurch sehr heißen Verhältnissen in die 3 Schleife hinauf zur Kaunergrathütte auf 2800m. Im hochalpinen Gelände ging es über einige Scharten und lange Blockfelder. Die Landschaft inklusive wunderschönen Bergseen wusste zu überzeugen, wenn auch alles in allem die Laufbarkeit des Geländes sehr gering war. Volle Konzentration und einfach ein Schritt nach dem anderen Richtung Tal!
Am Talboden angekommen ging es für einige endlich mal laufbare Kilometer zur letzten Schleife über die Tiefentaler Alm. Der Gedanke, gute 15km am Talboden wieder hinein nach Mandarfen laufen zu dürfen, gefiel mir zu diesem Zeitpunkt gar nicht, aber nützt bekanntlich nichts wenn man ein Finish erreichen will. So ging es weiter einige hundert Höhenmeter hinauf durch den Wald über sehr wurzelige Wege zur Neuberg Alm und auf der Forststraße in vielen Serpentinen  hinunter ins Tal.
Ich wusste, dass ich an zweiter Stelle lag. Diese wollte ich nicht unbedingt verlieren also ließ ich es ordentlich laufen. Unten hat die Temperatur deutlich abgenommen, was mir sehr entgegen kam. Viele Läufer die sich noch am Weg zur Tiefentaler Alm befanden, kamen mir am Weg ins Ziel entgegen. Einige davon mit angezogenen Regenjacken, was darauf hindeutete, dass es Tal einwärts einen Wetterumschwung gab.

Irgendwann erwischte mich dann auch der Regen, jetzt war das Ziel schon zu nahe um stehen zu bleiben.
Die letzte Kurve, das Ziel in greifbarer Nähe!
Nach 15h und 28 min mein zweites Ultra-Trail Finish innerhalb von 14 Tagen und das mit einem zweiten Platz overall. Freude war da. Danke Pitz-Alpine!

Fotos: www.vitaminberge.de / www.sportograf.de


Großglockner Ultra-Trail 2017 (110km/6500+)

Training & Vorbereitung

Für den GGUT habe ich mich  5 Wochen vorbereitet, in dieser Zeit lief ich 500 Kilometer inkl. 4000-8000 Höhenmetern pro Woche. Meine längste Einheit während dieser Phase war 45km und 2600 Höhenmeter.
Zur Abwechslung habe ich einige Rennrad Einheiten mit eingebunden, diese waren eher im regenerativen Bereich im Rahmen von 30-60 Kilometer pro Einheit.

Pre-Race

Freitag, 22.07.2017 Kaprun.
Ich wache auf und stelle fest, dass sich irgendwas im Rückenbereich seltsam anfühlt. Ein eingeklemmter Nerv? Genau was man braucht am Morgen eines Ultra-Trails! Ich schenke ihm nicht allzuviel Beachtung und versuche mit der Foamroll ein bisschen hineinzuarbeiten. Hilft nichts. Egal, spätestens einige Stunden im Rennen werde ich mich daran wohl nicht mehr erinnern können. Nach einem ausgiebigen Frühstück, begebe ich mich mit meinem Laufzeug zur Startnummernausgabe wo ich am Ausrüstungscheck 3 Stunden aushelfe und mich um diverse Anliegen der trailrunner kümmere. Spassfaktor war gegeben, im Zelt war es aber auch laut und heiß und somit war ich froh meine Schicht beenden zu können um etwas Ruhe zu finden und um mich auf meinen Vortrag + Aufbau von Beamer und Leinwand zu kümmern. Um 21:30 war alles unter Dach und Fach, somit ein letztes Mal ins Hotel, für das Rennen umziehen nochmal 15 min. abschalten und erneut zum Start/Ziel Gelände auf dem sich schon einige hundert Menschen eingefunden haben. Die Stimmung ist relativ ruhig, eine gewisse Anspannung liegt in der Luft, nur noch wenige Minuten bis zum Start..

Der Rennverlauf

Nachtstarts habe ich besonders gern, so kam mir auch die Startzeit des GGUT um 23:00 bei trockenen Verhältnissen entgegen. Wie in allen anderen Rennen auch, war  der Start des Rennens relativ schnell, ich habe mich davon aber nicht beirren lassen und so zog das vordere Drittel des Feldes dahin. Auch am ersten uphill auf Asphalt wurde fleißig gelaufen. In der darauf folgenden singletrail Sektion reihte ich mich brav ein und folgte dem langen Zug aus Stirnlampen schweigend durch die Finsternis. Immer wieder traten Läufer aus der Reihe, da viele bereits jetzt realisierten das ihr Anfangstempo wohl zu hoch war. Am ersten CP in Ferleiten (km23) war ich jedenfalls froh das es nun mit den laufbaren, flacheren Abschnitten des GGUT erstmal vorbei war. Auf Position 20 verpflegte ich mich rasch und nahm den weiteren Weg durch das Käfertal in Richtung Alpenhauptkamm in Angriff. Der Wind frischte ordentlich auf und ich bereitete mich für den langen Aufstieg zur Pfandlscharte auf 2600 Meter vor. Essen, Trinken, ein bisschen Auflockern  während dem Laufen und auf ging es der dunklen Wand entgegen.
Einige hundert Höhenmeter über mir flackerten immer wieder Stirnlampen auf. Am Aufstieg konnte ich  zu einigen Läufern aufschließen, ich wusste das ich meine Kräfte gut einteilen muss und die Sache locker angehen sollte, also achtete ich auf meine Atmung und setzte einfach einen Fuß vor den anderen bis ich zum Flachstück am Pfandlboden, der einer überfluteten Mondlandschaft gleicht wieder einige Laufschritte machen konnte. Zu meiner Verwunderung, fühlte sich das noch sehr locker in den Beinen an. Weiter ging es die letzten paar hundert Höhenmeter über ein gefrorenes Schneefeld auf die Scharte, auf der mich die Bergrettung mitten in der Nacht anfeuernd erwartete! Ich drehte mich kurz um und bestaunte das Schauspiel von hunderten Stirnlampen die sich im Anstieg und sogar noch weit unten im Tal befanden. Die Streckenposten haben einen schönen Pfad ins das Schneefeld der Pfandlscharte gegraben und so kam ich im vollen Schein meiner Lupine Piko gut in den Downhill  Richtung Glocknerhaus. Auch hier konnte ich wieder ohne große Mühen einige Plätze gutmachen. Am Glocknerhaus war es noch immer Stockfinster, ich füllte meine Tanks in einem kurzen Stop und weiter ging es hinunter zur Staumauer und den Anstieg zur Stockerscharte. Kurz vor der Scharte wurde es langsam hell und ich konnte einige Schafe in einem steilen Hang über mir beobachten. Am Weg zur Salmhütte stellte sich dann ein gewaltiges Morgenrot in den Wolken ein, schön anzusehen aber ein Indikator für schlechtes Wetter. Auf der Salmhütte füllte ich meine Flaschen erneut und machte mich am Weg zur Pfortscharte. Der sehr steile Anstieg zur Scharte, die mit 2800 Metern den höchsten Punkt des Kurses darstellt, war gewaltig und am Himmel zogen bereits sehr dunkle Wolken auf. Oben ging starker Wind und ich nahm auch Regentropfen war. Also nichts wie hinunter vom höchsten Punkt des GGUT. Die Bergretter oben auf der Scharte sind eindeutig die mutigeren 🙂
Das Schotterfeld hinunter machte richtig Spass, doch plötzlich erhellte sich der Himmel und unter einem gewaltigen Knaller schlug irgendwo hinter mir ein Blitz ein. Der Himmel öffnete seine Pforten noch weiter, ich nahm meine Beine in die Hand und zog während ich das Schotterfeld hinunterlaufe Jacke und Handschuhe an. Hardrock feeling garantiert!


Am Lucknerhaus hielt ich kurz um meine Schuhe zu entleeren und mir die Jacke wieder auszuziehen.
Hier schloss  die führende Dame Juliette Blanchet auf, mit der ich mich auf den Weiterweg nach Kals gemacht habe. Kals liegt über der Hälfte der Strecke, hat die größte Verpflegungsstation und auch mein Dropbag wartete dort auf mich. Ebenso meine Schwester und viele Freunde des GGUT Teams. Ich fühlte mich noch immer sehr gut, aß einige Löffel Suppe, nahm meine zweite Ration Gummi/Ingwer-Bärchen aus dem Dropbag und begab mich wieder auf den Weg durch das Dorfertal und weiter über den Kalser Tauern zur Rudolfshüttte.

Hier kam mir auch Flo Grasel entgegen und begleitete mich motivierender Weiße einige Meter, danke Flo!
Flo hielt mich auch über den Rennverlauf am laufenden und zu meiner Freude war ich mittlerweile auf Platz 7. Nicht wirklich wichtig, da ich bisher mein eigenes Rennen lief und mich nicht so sehr um Stände gekümmert habe, doch so spät im Rennen mit noch einiger Kraft doch auch motivierend. Ich wusste auch das die Leute vor mir um einiges stärker sind und machte mich nicht wirklich daran aufzuholen sondern versuchte lediglich weiterhin meine pace zu laufen. Der Aufstieg zum Kalser Tauern ging relativ langsam aber stetig voran, oben angekommen lief ich die flachen Passagen und den downhill zur Rudolfshütte und somit dem vorletzten CP des GGUT. Auch dort erwartete mich schon freudig das GGUT Team inkl. meinem Vater. Ich checkte nochmal meine Vorräte, stockte um einige Hammer Gels auf und weiter ging es zum letzen Punkt auf 2600 Meter dem Kapruner Törl! Davor musste ich noch über einige sehr rutschige Blockfeld abschnitte, vorbei an vielen 50 Kilometer Läufern die auf der Strecke mit Start in Kals unterwegs waren. Der Anstieg aufs Kapruner Törl war zwar von meiner Wahrnehmung her relativ langsam, ich konnte jedoch ohne Pausen mich Meter um Meter weiter hinaufschieben. Das Panorama wirkte wie gemalt und ich erfreute mich immer wieder dem Anblick. Der Ausblick auf die Stauseen Moorboden vom Törl war einfach gewaltig, auch einige Glockner-Trail 50k Läufer waren fasziniert davon und gönnten sich eine Pause am höchsten Punkt ihrer Strecke. Sie feuerten mich an und ich stürzte mich über die Blockfelder hinunter ins Schneefeld das mich in weiterer Folge dem See entlang zum letzten CP Moserboden führte. Mittlerweile war es richtig heiß, ich hielt nur kurz im mir einige Stücke Wassermelone zu gönnen, füllte mein Wasser auf und auf ging es in die letzten 15 Kilometer vorwiegend bergab. Natürlich spürte ich meine Oberschenkel schon einigermaßen, ich konzentrierte mich allerdings mehr aufs Laufen und auf meine Schrittsetzung als auf Schmerzen und so konnte ich den manchmal endlos scheinenden downhill auch bewältigen. Einige Abschnitte vor allem die singletrails nah am Stausee erforderten nochmals vollste Konzentration da sie sich unmittelbar am Abgrund  befinden.
Auf den letzten sieben, flachen Kilometern nach Kaprun konzentrierte ich mich nur noch auf das Laufen im flachen, es galt jetzt unter keinen Umständen stehenzubleiben und in ein Gehtempo zu verfallen. Auf den letzten Metern schloss mein Teamkollege Volker Sauerzapf zu mir auf und wir teilten uns den siebten Rang in 17h 18min. Im Ziel erwartete man offensichtlich schon Juliette Blanchet was uns ebenfalls einen stimmungsvollen Empfang einbrachte. Es war einfach ein genialer Tag in den Bergen!

Der GGUT war für mich ein voller Erfolg, die Strecke bietet alles was ein anspruchsvolles Trail-Rennen braucht, vom Hochgebirge mit Schneefeldern und Gletschern bis zu flowigen singletrails  + sehr guter Atmosphäre.

Ausrüstung & Ernährung

Lupine Piko Stirnlampe, Salomon 5L Laufweste + 2x500ml Ultrasphire Flaschen, Dynafit Shirt + Short, Wrightsocks, Hoka ONE ONE MafateII Schuhe, Black Diamond Carbon Z-Poles, Julbo Brillen, Patagonia Cap, div. Buffs, OR Handschuhe;

Tailwind Nutrition Drinkmix, Salt Stick Caps,  Hammer Gels, Gummi/Ingwer – Bärchen, Oreos, Bananen, Orangen, Wassermelonen, Red Bull Cola und jede menge Wasser;

 


5 ultraleichte Ausrüstungsteile für günstig

Ultraleichte Ausrüstung hat den Ruf überteuert zu sein, vergleicht man Gewichts- zu Preisverhältnis stimmt dies auch, man bekommt tatsächlich weniger für sein Geld!
Spass beiseite, in diesem Artikel stelle ich 5 leichte, fast gratis Teile vor, die am Trail nicht fehlen dürfen und sich vielleicht sogar schon im Haushalt befinden.
So spart man Geld und Gewicht!

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Trinkflaschen
Ich verwende seit Jahren handelsübliche PET Flaschen, am liebsten die mit Gatorade (0,75l) geliefert werden. Fast wie bei einem richtigen Outdoorhändler gibt es diese auch in 3 Farben. Die Vorteile im Überblick:

  • sehr leicht
  • Weithals, praktisch für Elektrolytpulver
  • Sportöffnung
  • leicht austauschbar (Hygiene), fast überall erhältlich
  • günstig

Trinkblasen halte ich persönlich für Weitwanderungen aus folgenden Gründen ungeeignet:

  • Der Flüssigkeitsstand ist nicht schnell einsehbar
  • Der Rucksack muss zum Befüllen der Blase abgenommen und vielleicht umgeräumt werden
  • Blase und Schlauch verdrecken sehr schnell, unterwegs ist die Reinigung zu aufwendig
  • Anfällig auf Defekte

 

Drybags & Rucksackliner
Hier eignen sich stabilere Müllbeutel und Zip-Locs am besten, in den Müllbeutel kommt der gesamte Rucksackinhalt hinein, kleinere Gegenstände und Elektronik verstaut man am besten in Zip-Loc Beutel.

Sollte der vorhandene Rucksack eine externe Regenhülle haben, spart man noch zusätzlich an Gewicht wenn man diese daheim lässt! Eine Externe Hülle hält den Rucksack sowieso nicht lange trocken, da nach mehreren Stunden Regen und Wind die Nässe auch über den Rücken in das Innere des Rucksacks gelangt. Bei den meisten Ultraleicht Rucksäcken ist diese Hülle deswegen auch gar nicht dabei,  die Anschaffung einer solchen kann man sich sparen.

Dosenkocher
Ein Spirituskocher aus leeren Getränke- Konserven- oder Spraydosen selbst zu bauen erfordert nur minimalen Zeitaufwand, das Kochersystem ist  effektiv und extrem leicht.
Anleitungen zum Bau eines Dosenkochers für Spiritusbrennstoff gibt es viele, hier eine von Andrew Skurka.

Verzichtet man lieber auf einen Kocher eignen sich Erdnussbutter Container mit Schraubverschluss bestens um die „cold-soak“ Methode anzuwenden.

Löffel
Wer kein Geld für einen Titanum Spork ausgeben möchte, sieht sich am besten nach einem Löffel bei einer Fastfoodkette um. Will man dort nichts konsumieren hilft nettes Fragen meist weiter. Essstäbchen wären eine weitere Möglichkeit.

Unterlage / Groundsheet
Die meisten Zelthersteller bieten zum Schutz des Zeltbodens meist eigene Groundsheets zu fragwürdigen Preisen an. Alternativen dazu bekommt man im Baumarkt eine Folie aus Tyvek oder Polycro. Diese sind günstig, ultraleicht und robust. Einfach auf die Gewünschte Größe zuschneiden und darauf achten, dass das Groundsheet nicht über die Kanten des Tarps oder Zeltes hinaussteht, da sich sonst Regenwasser darauf ansammeln kann.

First Aid Kit
Anstatt ein fertiges Kit im Outdoorladen zu kaufen empfehle ich Überlegungen anzustellen, was tatsächlich auf Tour sinnvoll ist (dies variiert anhand von Länge und Schwierigkeit/Abgeschiedenheit der Tour). Das meisten Utensilien befindet sich ohnehin schon in der Haushaltsapotheke und müssen daher nicht neu gekauft werden.
Zum Verstauen reicht ein ZipLoc Beutel.

Falls ihr weitere Teile die in diese Liste passen würden kennt, hinterlasst bitte ein Kommentar!

 

 


Snow on the Pacific Crest Trail

The 2017 thruhiker season seems to be an interesting one according to the snow levels on the west coast. I thruhiked the PCT in 2011 in a similar way above average snow year.
The snow pack lasted much longer than I thought, from Trail Pass after Kennedy Meadows till Sierra City (about 500mi) with very little stretches of dry trail.
You might encounter snow even earlier, up Baden Powel and San Jacinto. This is nothing compared to the Sierras.

This is what I have to share about my experience for the class of 2017:

  • Start late in Campo, and try to enter the Sierras as late as possible.
  • Your progress will be slower than you think.
  • Use every resupply option, you will be happy about every day off the snow.
  • Do not expect dry feet.
  • Surround yourself with a group of good navigators to take turns on navigation.
  • Hike early when the snow is hard.
  • Put on your crampons or spikes before you enter a difficult spot.
  • Use new shoes with a stiffer sole and a good profile.
  • Make sure your poles have snow baskets!
  • Try to cross rivers early or late in the day.
  • Take time to look for a save spot to cross rivers, this is likely somewhere else than shown on the map.
  • Learn to ski on your heels!
  • Take good care and don’t under estimate avalanche danger!
  • If you don’t feel like you can do that after the first 2 days, turn around.
  • Sunblock and very good sunglasses are a must!
  • Forget snowshoes, suncups and going up and down steep slopes are not the ideal terrain for them.
  • The road to Reds Meadow was still closed, also the road to Mammoth.
    We had to roadwalk to Mammoth Ski Resort and took the free bus to town.

The good things about the snow:

  • There will be no mosquitos.
  • Bears are at lower elevations.
  • The Sierras will be not crowded at all.
  • Heel skiing 🙂
  • The adventurous feeling.
  • Water will be everywhere!

Feel free to ask me questions in the comments!

 

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TV Berichte auf ORF und ServusTV

Beitrag von ORF NÖ:

Live im Studio bei ServusTV (ab min.15)

 


Long-Distance-Hiking in Austria

After having hiked three times across the Austrian Alps on different routes  past summer, I often thought about the difference of thruhiking in Austria and abroad. This article should help future hikers what to expect when hiking the Alps in Austria (and other countries along them).

Austria is a small country with a strong infrastructure

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Good to know:

  • The Alps are a busy place especially in holiday time from July to the end of August. There will be no day where you will not run into other people (not the case when the weather is bad).
  • Thru-hiking is not really a thing in Austria, I met only a party of two other long distance hikers in 119 days. This does not mean that no one does it, but chances are low that you run into someone who is going „all the way“.
  • There is hardly an area without mountain huts, most huts offer accomodation and different kinds of food. People who have never been here before call them „Mountain Hotels“
    Most huts are very busy during the season in good weather conditions. If you plan on going from „hut to hut“ you can hike really light, but you will need quite a budget for it and most thru hikers dont want a hike like that I assume. Too many people, too much comfort, too expensive.
    Nevertheless a Mountain Hut can become very convenient and even life saving in bad weather.
  • Camping is technically prohibited, but the law is a bit different in every state. Check the site of the Austrian Alpine Club for all Information about it. So if you want to do a thruhike of one of the longer trails in Austria it will be a good mixture of sleeping in huts, bed & breakfast houses in towns and campgrounds. An experienced thruhiker will probaply carry a tarp and use it from time to time in the few areas where infrastructure is rare or with the permission of the landowner and he might consider a stealthcamp from time to time.
  • Food purchases are fairly easy, most small towns have supermarkets or grocery stores where you can get different kinds of food a thruhiker will get along with. As mentioned huts provide food too, so you will not starve to death anywhere in Austria. Carry enough cash for huts or emergencys. Some huts are equipped for plastic money but those are rare. You can do a box resupply strategy aswell with the general delivery option at post offices. I dont think that is necessary here, but I did from time to time with shoes, maps and some food. You can get along without them or with just a few if you want to ship maps etc..
  • Navigation & Maps: Depending on what you want to do, there is really any kind of information around, guidebooks, maps, GPS Apps, tons of online platforms and resources. I hiked with the guidebooks from the OEAV (Austrian Alpine Club) and the GPS App from Kompass. The guides are not great for a thruhikers need, but show distances, accomodation options and profiles. All the other writen Information in them is more or less useless for the long-distance-hiker. For grocery shops and post offices I did a lot of online research before wich I transfered into excel and brought along the way. I found another app very usefull which shows all kind of local facilties and stores etc gps based with opening hours.
  • The trail network is huge! Do not stick too much on a planned route, there are many alternatives out there which you can take in bad weather or even more worth then the original route. Make your own choices! Trails in Austria are often very technical and rugged, including big amounts of elevaton loss & gain. There are days where doing 50 or more kilometers per day will be no problem for a strong hiker, on others you will hike a full day with only 30km because of the streneous terrain.
  • Be prepared for any kind of weather at all times! I had two major snowstorms, one in July and one at the end of September, starting rain turn into snow at 1800 meters of elevation and above.
    Always be aware of the forcasted weather. Fresh snow, wind and a poor visibility can turn into treacherous and life-threatening conditions very fast.
  • Consider a membership at the Austrian Alpine Club offering rescue insurance and discounts on accomodation in huts.

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Resources:

https://www.freytagberndt.com Onlineshop for guidebooks & maps
http://www.kompass.de Another shop for guidebooks & maps
Kompass GPS-App download on itunes
http://www.alpenverein.at Alpine Club information and membership
http://www.bergfex.at Online hiking portal with lots of info and online maps
https://www.alpenvereinaktiv.com Same as above from the Austrian Alpine Club

 

What else? Feel free to ask me in the comments!

 

 


Ultraleicht Trekking Workshops 2017

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Sie möchten sich optimal auf eine Weitwanderung, sei es in den Alpen, auf Pilgerwegen durch Europa oder vielleicht sogar dem Pacific Crest Trail vorbereiten? Dann sind sie bei mir genau richtig, denn ich gebe meine Erfahrungen aus über 23.000 Kilometern Weitwandern gerne in meinen workshops an sie weiter!

Der Schlüssel zum Erfolg einer Weitwanderung ist das Rucksackgewicht, lernen sie von mir, wie man mit minimaler und funktionellster Ausrüstung, sicherer, leichter und gesünder ans Ziel kommt!

Themenschwerpunkte:

  • Ausrüstungsberatung speziell im Bereich Ultraleicht-Trekking
  • Trainingstips
  • Mentale Vorbereitung
  • Planung des Abenteuers
  • Navigation mit Karten & GPS
  • Ernährung währen der Tour
  • Umgang mit Wildtieren
  • Draußen übernachten
  • Fotografie & Video
  • Hygiene
  • Richtiges verhalten in der Natur
  • Individuelle Themen

Der workshop findet an zwei Tagen statt und läuft so ab:

Wir treffen uns in Puchberg am Schneeberg/Niederösterreich zu Mittag, packen unsere Rucksäcke und wandern gemütlich etwa 3 Stunden durch die umliegenden Wälder, zum Übernachtungsplatz. Dort wird weiter auf die Schwerpunkte des Programms eingegangen und später werden wir unser Camp für die Nacht einrichten.
Wir lassen den Abend am Lagerfeuer mit Essen und Getränken ausklingen und verbringen dann die Nacht in unseren Zelten und Tarps.
Am nächsten Morgen werden wir nach dem Frühstück den zweiten Teil des Programms folgen und wieder zurück zum Ausgangspunkt wandern.

Termine:
Individuelle Termine sind auf Anfrage möglich!

Anmeldung unter:
matthiaskodym(at)gmail.com

Der workshop ist für bis zu sechs Personen ausgelegt. Ich biete auch individuelle Beratung über Skype oder Telefon an. Die teilnehmenden Personen müssen keine Vorkenntnisse mitbringen. Eine kleine Ausrüstungsliste wird von mir erstellt und per e-mail verschickt.

Fragen jeglicher Art beantworte ich gerne per e-mail unter matthiaskodym(at)gmail.com


Post hike/race/adventure depression (and how to deal with it)

*I am not an expert/therapist on this topic**Seek professional advice if needed*

All things come to an end. A very common quote when it comes to ending something. But what does that actually mean to the adventurer or athlete?
Having spent most of my time in the past years with thru-hiking and ultra-running and being also involved in the community, I have heared about the topic many times and I have been there myself.

You catch yourself staring into the blank, you are tired of normal life. You wish you where somewhere else and that your trip would never have ended. You encountered so many inspiring/weird/surprising things during your undertaking, that it is hard to step back from it. You have seen so many places in a short amount of time, that you can not name them all. You have  made a ton of new friends along the way.
Finding back into normal routines, lived by so many of us can be hard. You actually dont really want to come back, because you have seen so much from various angles that this normal life sounds not really fulfilling. You pushed yourself to the limit for months to get to your goal and suddenly…. it is all over!

Hiking a long trail  can feel like you have been in an pararell universe for months, you feel a deep connection to things you never thought about. You become an observer of what is going on around you but without really being a part of it. All you care about is the trail, your feet, watersources & postoffice & supermarket opening hours.
Sometimes you think about the comforts of home and relaxing on a chouch all day. You dream about  eating endless amounts of food and browsing the internet or just simply doing nothing at all. You will be looking forward to get home again from time to time.
And once you are there after a while…the feeling of accomplisment vanishes and you are back at the starting line feeling not that special after all. Thru-hiking broke your heart! (have a look at Carrot Quinn´s book btw)

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Advice for novize long-distance hikers & everybody along 

  • Do not think your adventure will change your life in first place

It might and it will somehow, but this can take month or even years. Dont look for something you might not find out there. Good things will come to you no matter you look or dont look for them.

  • Pay attention from the beginning that your adventure will end

Being away for six months from daily routines, while your are on your thruhike  may sound like a long time but time flies and your trip is over faster than you might think when starting out.

  • Take your time!

Your adventure took months or longer to complete! Accept that it will also take time to come back from it.

  • Keep yourself busy by doing something

Start working soon after it again, think about a  hobby (something you wanted to do for a long time), do sports, continue your training, keep hiking, do smaller trips in your area, go for walks;

  • Write or give speeches

This is a great way to receiptulate your endeavor, people are more eager to hear what you have accomplished than you might think. Dont think about an puplisher of your book or article first, just write it! Learn how to take photos and videos, document your adventure and organize presentations in front of an audience. In doing so you might generate money which will help to fund your next thing.

  • Talk to your friends and family

Let them know about your feelings, they will understand which will help you in your process.

  • Try to let float your findings and knowledgements in daily life

So you found out that thruhikig needs a lot of patience and generosity from strangers? Be patient and generous in your daily life. It will affect your surroundings.

  • Do not take yourself too serious

I have learned that  „laughing it off“ can be a great thing to get rid of stress during your undertaking. Instead of falling into a hole where everything seems  hard and impossible, take it easy and laugh about yourself and what you are doing! I mean it can be really ridiculous to hike the length of a country or run 100 miles! Laugh about it!

  • Involve yourself and give back!

Help local trail clubs to maintain trail systems etc, in doing so you can connect yourself in a social way.

  • Plan your next „big“ thing (or a smaller intense one)

Not because you want to get away from something, do it because you can and because you just love to be out there.

  • Be aware that there is nothing but „the now“

This will help you to understand things a bit and be gratful for them. You have achieved something which brought you here, the now. Work from there on. Step by Step like on your journey. Future will come no matter if you think of it or not.

  • Eat well!

Get your blood tested and check your vitamin levels and trace elements. Low Iron & Vitamin D3 levels could be a reason why you dont feel very well.
Cut down on sugar and junk food and prepare fresh healthy meals. Start to  eat fruit and vegetables daily.

 

Have you encountered „the post-hike blues“ yourself? What did help you along the way? 

 

 


ALTRA Lone Peak 3.0

Altra, die vergleichsweise junge Marke aus den USA bringt mit dem Lone Peak 3.0 den Nachfolger des bereits im Ultralauf und Fastpacking Bereich sehr beliebten Modell 2.5 auf den Markt. Die wesentlichen Neuerungen sind  das überarbeitete Obermaterial und die etwas stabilere Ferse sowie eine stärkere Griffigkeit der Sohle. Der Schuh ist dem Konzept von Altra durch die weite Zehenbox, Zero-Drop (0mm Sprengung) und dem hohen Dämpfungskomfort treu geblieben und findet seine Fans daher in erster Linie im Ultratrail und Weitwander Bereich.

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Was macht den Lone Peak 3.0 interessant?

Die breite Zehenbox die dem Fuß unter langer Belastung genug Platz bietet und damit ein reiben und übereinanderschieben der Zehen verhindert.
Die Zero-Drop Konstruktion, die ein natürliches und ökonomisches Laufen über den Vor- und Mittelfuß ermöglicht.
Die starke Dämpfung die auch nach Stunden am Trail die Gelenke und Muskeln entlastet.
Der Schuh verfügt über eine Rock-Plate die im oberen drittel der Sohle verbaut ist, dadurch „frisst“ die Sohle Steine und Unebenheiten und verhindert dadurch das Umknicken des Fußes.
– Der Lone Peak verfügt über eine gute Befestigungsmöglichkeit, genannt Gaiter Trap, für Laufgamaschen. Durch eine Metalöse an der Schnürrung und einem Klettverschlussstreifen an der Ferse. Perfekt für die Gamaschen von Altra oder Dirty Girl Gaiters.

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Wer sollte sich den Lone Peak 3.0 genauer ansehen? 

Ultra Läufer die bis zur 100 Meilen Marke und weiter hinaus wollen
Schwerere Läufer
Menschen mit breiterem Vorfuß
Läufer die ein natürliches Laufgefühl suchen aber dabei nicht auf Dämpfung verzichten möchten

Wie läuft sich der Lone Peak 3.0 eigentlich so?

Trotz der starken Dämpfung ist dennoch ein Gefühl für den Untergrund vorhanden, für schnelle sehr technische trails würde ich allerdings zu dem Modell Superior von Altra greifen, dieser hat weniger Dämpfung und läuft sich direkter und wendiger. Wie gesagt der Lone Peak ist der Schuh für die langen Kanten und ich freue mich schon darauf ihn für diese einzusetzen.

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Wie lässt sich die Größe mit anderen Marken vergleichen?

Die Größenangabe bei Altra ist etwas seltsam, der Hersteller gibt bei US 11.5 die EUR 46 an, was meiner Meinung nach einem 45.5 entspricht. La Sportiva beispielsweise gibt US12.5 für EUR 46 an, dies passt mir perfekt mit einer Daumenbreite Platz nach vorne.

Was könnte verbessert werden?

Der Schuh wiegt 360g (pro Schuh) bei Größe US 11.5 das sollte etwas leichter gehen!

Und sonst so?
Der Lone Peak ist als Damen- sowie als Herren Modell in vier verschiedenen Farben erhältlich. Weiters bietet Altra auch eine Wasserdichte (NEOSHELL) Variante an.

Mit freundlicher Unterstützung durch Laufsport Mangold Wiener Neustadt.

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Geschafft!

Am 13.10. konnte ich mein Projekt OE-3000 zu Fuß durch die Österreichischen Alpen erfolgreich abschließen. Was für ein toller Sommer! Ich danke allen die mich virtuell auf dieser Tour begleitet haben!

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Solo, self-supported (keine Sponsoren, kein Begleitfahrzeug, keine Betreuer)

Tage „on trail“ Netto: 78
Tage „off trail“: 41 (Ruhetage, Schlechtwetter, private-,familiäre- und freundschaftliche Verpflichtungen)…jaja die Nähe zu daheim 🙂

Tage Gesamt: 119 (17.06.-13.10.)

Tagesdurchschnitt km netto: 38,46km
Tagesdurchschnitt hm netto: 1923,07hm
Tage Solo: 76,5
Tage in Begleitung: 1,5
Tage an aufhören gedacht: 0
Tage fast an aufhören gedacht: 1-2
Verlaufen: 1 x (remember Joel?)

weiteste Strecke/Tag: 67 km
kürzeste Strecke/Tag: 20 km

wärmste Temperatur: 40°C
kälteste Temperatur: -5°C

Schuhe: 6 paar
Socken: 10 paar
defekte Ausrüstung: 0
verlorene Gegenstände: 1 Sonnenbrille
Foto&Video Material: ca 100GB

Schmerzmittel: 0mg
Medikamente: keine
Blasenpflaster: 1 Stück
Krank: 1 Tag (Sonnenstich)
Verletzungen: keine

Riegel: ca 400 stk (Cliff Bars, Mars, Snickers, Protein Riegel,etc)
Knorr Beutel: 40
Cous Cous: 2000g
Tortillas: 1000g
Getrocknete Tomaten: 2000g
Olivenöl: 500ml
Getränkepulver: 500g
Eis: ca 7000ml
Gummizeug: 5000g
M&Ms: 6000g
Oreos: 3000g
Nussmischungen: 5000g
Avocados: 20 stk
verbrannte Kalorien: ca. 400.000


NORDALPENWEG 01

Nach einem „zero-day“ (sorry, aber ich habe das Weitwandern nunmal in Amerika gelernt) machte ich mich am 03.09.2016 von Feldkirch Bahnhof über den >>Reintal Höhenweg<< Richtung Bregenz auf. Zu meiner Verwunderung war der Verbindungsweg ganz nett und vorallem ruhig, was mir nach dem Trubel des Rätikons und zuvor gut tat. Eine schöne Überraschungen bietete die Üble Schlucht im Flußtal der Frutz. Zu meiner Verwunderung traf ich schon beim Freschenhaus auf den Nordalpenweg und von da an ging es wieder Ostwärts! Für detaillierte Berichte in schriftlicher Form fehlt mir im Moment die Zeit, da ich täglich 12-14 Stunden auf den Beinen bin.

Meine Tagesetappen am Nordalpenweg bisher:

03.09. Feldkirch-Freschenhaus
04.09. Freschenhaus-Biberachhütte
05.09. Biberachhütte-Lech (Schlechtwetter)
06.09. Lech-Ansbacherhütte
07.09. Ansbacherhütte-Boden
08.09. Boden-Fernstein
09.09. Fernstein-Leutasch/Weidach
10.09. Leutasch/Weidach-Engalm
11.09. Engalm-Steinberg am Rofan
12.09. Steinberg-Kufstein
13.09. Kufstein-Erpfendorf (lohnende alternativroute durch den Zahmen Kaiser)
14.09. Erpfendorf-St.Ullrich-Lofer
15.09. Lofer-Wildalmkirchl Biwak
16.09. Wildalmkirchl-Hochkönig-Werfen
17.09. Zeroday Werfen
18.09. Werfen-Lungötz
19.09. Lungötz-Hoher Trog-Simonyhütte
20.09. Simonyhütte-Loferhütte
21.09. Loferhütte-Priel Schutzhaus
22.09. Priel Schutzhaus-Admont
23.09. Admont-Eisenerzer Höhenweg (Brunnecksattel)
24.09. Brunnecksattel-Eisenerz
Schlechtwetterpause (Schneefall)
09.10. Eisenerz-Hochschwab-Seewiesen
10.10. Seewiesen-Neuberg
11.10. Neuberg-Hirschwang
12.10. Hirschwang-Puchberg
13.10. Puchberg-Perchtoldsdorf bei Wien

 

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Zentralalpenweg 02/02A Finish

Nach insgesamt 46 Tagen, 1850 Kilometern und rund 90.000 Höhenmetern im Aufstieg, davon 29 Tage am Zentralalpenweg habe ich gestern Feldkirch erreicht. Da ich in dieser Zeit nur 1,5 Ruhetage gemacht habe, gibt es heute einen ganzen Tag frei! Ab morgen dem 02.09.2016 werde ich mich auf dem „Rheintal Höhenweg“ auf den Weg nach Bregenz machen und von dort aus die letzten 1100 Kilometer am Nordalpenweg unter die Füße nehmen, worauf ich mich schon sehr freue!

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ZENTRALALPENWEG 02

Mittlerweile bin ich vom Grenzlandweg 07 am Hochwechsel auf den Zentralalpenweg dem ich nach Feldkirch folgen werde gelangt. 



Meine Tagesetappen bisher:
04.08.2016

Hochwechsel – Alpl Waldheimat

05.08.2016

Alpl – Sommeralm 

06.08.2016

Sommeralm – Fensteralm

07.08.2016

Fensteralm – Steinplan

08.08.2016

Steinplan – Knaudachthörl

09.08.2016

Knaudachthörl – Hohentauern

10.08.2016

Ruhetag / Schlechtwetter

11.08.2016

Hohentauern-Reiterecksattel

12.08.2016

Reiterecksattel-Planneralm

13.08.2016

Planneralm-Rudolf Schober Hütte

14.08.2016

RS Hütte-Gollingscharte (über Kaiserscharte)

15.08.2016

Gollingscharte-Obertauern

16.08.2016

Obertauern-Tappenkarsee

17.08.2016

Tappenkarsee-Bad Hofgastein

18.08.2016

Bad Hofgastein-Taxenbach

19.08.2016

Taxenbach-Unterstandshütte Zirmkogel

20.08.2016

Zirmkogel-Pass Thurn

21.08.2016

Pass Thurn-Neue Bamberger Hütte

22.08.2016

Neue B.Hütte-GH Mösl

23.08.2016

GH Mösl-Staffelsee via

Rastkogel 2762m, Eiskarspitze 2611m, Hippoldspitze 2743m, Geier 2856m

24.08.2016

Staffelsee-Matrei am Brenner (rest pausetag)

25.08.2016

Matrei-Sennhütte

26.08.2016

Sennhütte-Hochreichscharte

27.08.2016

Hochreichscharte-Erlanger Hütte

28.08.2016

Erlanger Hütte-Ried/Oberinntal

29.08.2016 

Ried/Oberinntal-Kappl

30.08.2016

Kappl-Grasjochhütte

31.08.2016

Grasjochhütte-Totalphütte

01.09.2016

Totalphütte-Feldkirch


Projekt OE-3000 |Südalpenweg 03 | Nassfeld – Bad Radkersburg

Tage am Trail: 17 
Kilometer 650 von 3000

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Am Weg nach Thörl/Maglern genauer am Kaplinberg kommt mir in einem recht dunklen Waldstück mitten am Forstweg ein Braunbär entgegen. Wir begegnen uns in einer Kurve, der Bär hat seine Schnauze am Boden und nimmt mich erst spät wahr. Er bleibt stehen und bevor ich auch nur irgendwas herausbringe zischt er ins Unterholz ab. Das Brechen der Äste durch seine Flucht ist noch einige Zeit zu hören. Ich kann es nicht glauben und brauche etwas um die Situation einzuordnen. Mein Körper ist mit Adrenalin erfüllt. Mit einer Bärenbegegnung hätte ich hier im italienisch-österreichischen Grenzgebiet nie im Leben gerechnet. Man schätzt die Bärenpopulation in dem Gebiet auf nur ungefähr 7-10 Tiere.
Aus nunmehr genau 5 Bärensichtungen seit 2011 konnte ich bisher leider noch keine Aufnahmen von einem der Tiere machen, möchte aber trotzdem keine der Begegnungen missen. Jedes Mal ein ganz besonderer Moment.

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Die weiteren Abschnitte durch die Karawanken vorallem im Bereich Mittagskogel, Hochstuhl, Klagenfurter Hütte und Koschuta fand ich landschaftlich besonders reizvoll, leider war der Weiterweg durch den Gratschenitzengraben durch Bauarbeiten an einer Autobahn nicht möglich und somit musste ich wieder absteigen und die Talvariante zum Rosenbachsattel nehmen.
Am Petzten (Feistritzer Spitze) befand ich mich früh abends das letzte mal am 03er auf über 2100 Meter. Die Wanderung entlang des Hochplateus und am nächsten Tag nach Bleiburg haben ebenfalls einen besonderen Eindruck hinterlassen. Ich liebe es im Abendlicht über der Baumgrenze zu wandern, auf dieser Tour immer allein auf weiter Flur.

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Während in weiten Teilen Österreichs Unwetter wüteten hatte ich auf meinem weiteren Weg durch das steirische Weinland mit großer Hitze zu tun. Mein Weg führt meist auf Straßen durch die Weinberge, ab und zu unterbrochen durch ein kurzes Waldstück. Über Leutschach, Spielfeld und Mureck geht es nun endgültig flach am Murufer durch schattigen Auwald  nach Bad Radkersburg.

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Projekt OE-3000 |Südalpenweg 03 | Bozen – Nassfeld

Tage am Trail: 8
Kilometer: 0- 280/3000

17.06.2016 Bozen

Endlich ist es soweit, monatelange Planung und Vorbereitung nehmen Form an. Es ist 15:30 ich steige nach einer fast neunstündigen, entspannten Zugfahrt auf den Bahnsteig und folge den Schildern aus dem Bahnhof auf den Vorplatz. Es regnet leicht, daher verzichte ich auf den eigentlich geplanten Stadtrundgang in Bozen und orientiere mich in nord/östliche Richtung. Da ich schon vom Bahnhof aus die Rittnerhornbahn sehen kann, ist es nicht allzu schwierig den Einstieg in mein Sommerprojekt zu finden. Ich folge flott dem Straßenverlauf und kann kurz darauf auch schon die ersten Markierungstafeln Richtung Oberbozen erkennen.

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Ich folge steilen Asphaltstraßen in die Weinberge oberhalb der Stadt und werfe dabei immer wieder mal einen Blick zurück und beobachte wie diese immer kleiner hinter mir wird. Die Anstiege sind ziemlich steil, der Asphalt geht immer wieder in kleine Fahrwege und Abkürzungen zwischen den Serpentinen über. Regen und Sonne wechseln sich stätig ab. Es ist schwül und der mit Essen für ein paar Tage gefüllte Rucksack fühlt sich ungewohnt an. Die Stunden und Tage der Eingwöhnung. Man kennt das bereits. Aus der Distanz erkenne ich die Erdpyramiden von Oberbozen, ein Naturphänomen von dem ich schon zuvor gelesen habe und dass ich unbedingt aus der Nähe betrachten will. Hierbei handelt es sich um von Erosion gebildeten Türme aus Erde und Stein die Zackenförmig in den Himmel ragen. Auf dem Weg nach Oberbozen gibt es immer wieder mal die Möglichkeit auf das Areal in dem sie vorkommen zu Blicken. Sieht schön aus. Im innersten denke ich wie es denn sein muss im Bryce Canyon von Utah zu stehen wo ebenso ähnliche Pyramiden genannt „Hoodoos“ vorkommen nur dort soviele und bereits versteinerte Versionen das sie nicht zu überblicken sind. Ich mache ein paar Aufnahmen, das Wetter wird immer freundlicher und nach sechs Kilometern habe ich Oberbozen erreicht. Ein kleiner netter Ort. Ich tanke meine Wasserflasche auf und setze meine Wanderung fort.

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Ich würde heute gerne noch das Rittner Horn erreichen. Höhenunterschied von Bozen: 2000 Meter aufwärts. Über schön angelegte und gut markierte Waldwege steige ich immer weiter hinauf vorbei an Hotelanlagen, Gondelstationen und Hochalmen. Je später es wird desto bedrohlicher sieht der Himmel aus. Ein Gewitter liegt in der Luft und kündigt sich mit tiefschwarzen Wolken zu meiner linken an. Ich sehe mich immer wieder nach Unterständen um und überlege vielleicht doch das Wetter in einer über den Sommer stillgelegten Liftstation abzuwarten. Doch ich gehe weiter. Im Notfall kann ich immer noch im Rittner Horn Haus auf 2200 Meter nächtigen, sollte das Gewitter sich tatsächlich noch entladen. Es weht starker, kalter Wind. Ich setzte meinen Rucksack ab um mir Handschuhe und eine Haube anzuziehen und meine Regenjacke griffbereit zu haben. Aus der Distanz kann ich bereits das Rittnerhorn Haus sehen. Die Wolken wirbeln sich immer höher in die Luft. Die Pferde die auf der Hochalm weiden laufen panisch in alle Himmelsrichtungen. Auch ich nehme meine Beine in die Hand und gebe alles auf den letzten paar hundert Höhenmetern zur Schutzhütte. Es beginnt zu hageln, Ich bin froh die Jacke griffbereit zu haben und ziehe mir sofort die Kapuze über den Kopf. Der Hagel schlägt gegen meinen Körper und fühlt sich an den Beinen an wie 1000 Nadelstiche. Mit dem erreichen der Hütte setzt auch zunehmend Donner ein. Es regnet und Hageld unaufhaltsam. Ich bin froh erstmal im trockenen zu sein. Mittlerweile ist es 21:00. Die Hüttenwirtin empfängt mich freundlich und zeigt mir die Übernachtungsmöglichkeit. Viel ist zum Glück hier oben noch nicht los und somit schlafe ich gut durch die erste Nacht.

18.06.2016

Es ist 06:00 Uhr ich wache auf, packe meine Sachen zusammen, sodass ich nach dem Frühstück gleich starten kann. Blauer Himmel, fast keine Wolken am Himmel. Erstmals kann ich von hier auf über 2000 Metern Seehöhe einen weit umschweifenden Blick über die Sarntaler Alpen machen. Über ein ewig weites Hochplateau wandere ich in Richtung Latzfonser Kreuz. Die Böden sind auf Grund des vielen Regens der letzten Tage und der frühsommerlichen Schneeschmelze extrem weich und sumpfig und meine Füße schon bald durchnässt. Kurz vor dem Latzfonser Kreuz treffe ich auf eine Gruppe aus gut 100 Walfahrern die sich im Gänsemarsch betend über den schmalen trail schlängeln.
Unterhalb der Kapelle halte ich eine kurze Kaffeepause ein, der Kocher ist schnell ausgepackt und wenige Minuten später schlürfe ich die heiße Brühe Instantkaffee meines Vertrauens.
Ein Bergbauer müht sich den Weg im Aufstieg an mir vorbei, ich frage ihn ob er zur Messe geht. Er bejaht und sagt sowas wie „jo owa heier gibt´s koa Heu“, ich nicke und wünsche ihm einen guten weitermarsch. Mein Weg geht weiter nach Brixen. Mittlerweile ist der Himmel wieder voller dunkler Riesenwolken, es ist schwül und ich bin mir sicher, dass es nur noch Minuten dauert bis es erneut kracht. Kurz vor Brixen schüttet es wie aus Kübeln und ich teile mir das kleine Vordach einer Kapelle mit einem Mountainbiker der ebenfalls Unterstand sucht. Die Lage scheint sich nicht so schnell zu entspannen, also verpacke ich alles Wasserdicht und krame meine Regenjacke hervor bevor ich mich im  ströhmenden Regen auf den restlichen Weg in den Ort mache.

19.06.2016

Am nächsten Morgen hat sich die Lage wieder entspannt, bei angenhmen Temperaturen begebe ich mich auf den Weiterweg nach St. Vigil. Der Trail aus Brixen verläuft anfangs schön angelegt oberhalb des Ortes in Richtung einer Gondelstation, von dort an geht es über 1000 Höhenmeter in einem im Waldverlaufenden singletrail nach oben. Heute ist es von Anfang an bewölkt und windig. Auf den Ausgesetzteren stellen des Berges sogar richtig kalt. Am Weg zum Würzjoch hinauf beginnt es abermals zu regnen. Ich stelle mich kurz bei einer Almhütte unter um meine Regenjacke anzuziehen und sonst alles Wasserdicht zu verpacken. Leider bin ich kein sehr guter „Schlechtwetter-Wanderer“ in mir kommt dann immer ein schwer zu beschreibender Stress auf, vorallem was das Thema Unterkunft angeht. Auf dem Weg nach St. Vigil verliere ich immer wieder den Weg und wandere auf steilen sehr hohen Wiesenböden talwärts. Die letzten paar hundert Höhenmeter nehme ich die Skipiste in den Ort. Wahrscheinlich liegt es am Wetter, aber kein Mensch ist auf der Straße und alles sieht irgendwie „geschlossen“ aus. Liegt vielleicht auch noch an der Vorsaison. Auch hier finde ich ein Plätzchen für die Nacht. Der Wetterbericht für morgen verspricht wieder Besserung was mich zuversichtlich stimmt, denn die nächste Etappe durch die Pragser Dolomiten sollte ein erstes wahres highlight der Tour werden.

20.06.2016

Ein Blick auf die virtuelle Karte in meinem Smartphone, verrät mir eine wesentlich lohnendere Tour hinüber zum Pragser Wildsee, als die im Führer vorgesehne. Anstatt über den Fahrweg am Talboden verlaufende Route nehme gehe ich über den Piz de Peres. Ist zwar ein wenig weiter und mit mehr Höhenmetern gespickt doch bei stabilem Wetter schwer zu empfehlen. Einmal am Gipfel (2507m)  angekommen wandere ich über wunderschöne Kämme, Hochplateaus, vorbei an vielen Wasserläufen Richtung Pragser Wildsee, den man bevor es in den längeren Abstieg geht, schon von hoch oben sehen kann. Am See entlang, der ein beliebtes Ausflugsziel ist und Ausgangspunkt für viele Touren in diesem Gebiet ist, wimmelt es nur so von Menschen. Es ist bereits nach 16:00 und somit begeben sich alle in die mir entgegengesetzte Richtung, zum Parkplatz oder Hotel. Ich wandere am Ufer entlang bis hin zur anderen Seite und nehme schon bald den längeren Anstieg in Richtung der Seekofel Hütte in Angriff. Irgendwo inmitten des Aufstiegs beginnt es wieder zu Hageln. Bei der Hütte angekommen, überlege ich ob es nicht besser wäre hierzubleiben. Ich entschließe mich einfach weiterzugehen. 3 Stunden später finde ich eine geeignete Biwakstelle oberhalb der Dürrensteinhütte und lasse einen langen, wundervollen Wandertag erstmals unter freiem Himmel ausklingen. Es regnet immer wieder leicht und ich schlafe nicht besonders gut.

21.06.2016

Es ist 05:30, ich öffne das Ventil meiner Unterlagsmatte und bin 20 Minuten später bereits Richtung Dürrensteinhütte unterwegs. Heute wird abermals ein langer Tag, denn ich will es bis nach Sexten, über die Drei Zinnen schaffen. Da ich ein „dry-camp“ hatte gehe ich solange bis mir eine Stelle mit Wasserlauf zusagt, um dort zu frühstücken. Danach entscheide ich mich wieder für eine spannendere Alternativroute nach Landro anstatt wie vom Führer vorgesehen in die falsche Richtung hinunter zum Dürrensee und danach hinauf nach Schluderbach auf Straßen zu laufen und so durchwandere ich auf schmalen trails Schluchten und schattige Bergwälder, hinunter nach Landro. Hier ist es bereits richtig warm. Anfangs folge ich dem breiten, weiß geschotterten Weg in Richtung der Drei Zinnen. Rechts von mir donnert ein mächtiger Gebirgsbach talwärts und es dauert nicht lange bis ich ausschau nach einem schattigen Plätzchen halte um eine Pause einzulegen. Mein Equipment muss nach einer regnerischen Nacht auch getrocknet werden. Ich halte meine pausen meist mit 20 Minuten, viel länger braucht es nicht bis Schlafsack und Tarp in der Sonne trocken sind. Auch für eine Erfrischung am kalten Bach ist diese Zeit  ausreichend.

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Bei den Drei Zinnen angekommen, nehme ich mir Zeit für ein paar Aufnahmen und mache mich wenig später auf den Weg zur Drei Zinnen Hütte und weiter durch das Fischleintal nach Sexten. In Sexten erwarte ich ein Resupply Packet. Ich weiß nicht genau wie lange das Postamt geöffnet hat und somit habe ich es nicht sonderlich eilig. Sexten wirkt etwas ausgestorben, das Postamt finde ich auf Anhieb auf der Hauptstraße und muss feststellen, dass es bereits geschlossen hat. Ich werfe trotzdem einen Blick bei der verschlossenen Türe hinein und erkenne eine Person hinter dem Schalter. Ich klopfe und die freundliche Dame schließt mir die Tür auf und händigt mir das Päckchen zum Glück aus. Anderenfalls hätte ich keine andere Option als das Packet zurückzulassen oder in Sexten zu übernachten und am nächsten Tag nochmal die Post aufzusuchen.
Ich sortiere mein Essen für den nächsten Abschnitt der mich über den Karnischen Höhenweg auf den Nassfeldpass bringt. Für diesen Abschnitt plane ich 3,5 Tage ein. Weiters versorge ich mich im kleinen Spar Markt mit einigen frischen Lebensmitteln und breche bald darauf in Richtung der österreichischen Grenze am Karnischen Höhenweg. Die Nachmittagshitze ist gewaltig und da ich bereits mehr als 35 Kilometer in den Beinen habe komme ich am steilen Anstieg aus Sexten nur langsam voran. Da ich für heute aber kein wirkliches Ziel mehr habe ist das ok. Ich gehe noch bis kurz unterhalb des Helm Hauses und finde eine ebene Stelle für die Nacht mit Dolomiten Panorama.

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22.06.2016

Nach einer angenehm ruhigen Nacht geht es kurz nach Sonnenaufgang weiter Richtung Sillianer Hütte, die ich schon von weitem sehen kann. Erstmals passiere ich die Grenze zwischen Österreich und Italien. Ein abwechslungsreicher Tag beginnt, endlose Kammwanderungen, vorbei an zahlreichen Stellungen aus dem ersten Weltkrieg, traversiere ich immer wieder steile Altschneefelder und steige über die Pfannspitze immer weiter vorbei an der Obstansersee-, Standschützen- und Porzehütte bis hinunter zum Mitterkar Biwak wo ich die Nacht verbringe. Ein sehr langer Tag, der erste an dem kein Regen fällt klingt am Balkon der kleinen Selbstversorger Hütte aus. Dem Hüttenbuch nach bin ich der erste übernachtende im Jahr 2016.

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23.06.2016

Früh morgens verlasse ich das Mitterkar Biwak, ein wolkenloser Himmel  prophezeit einen weiteren trockenen Tag in den Bergen. Über noch gefrorene Altschneefelder, steige ich weglos zurück auf den Hauptkamm und folge dem Trail Ostwärts richtung Giramondopass, Wolayersee und dem Valentinthörl.
Ich überlege kurz auf der Valentinalm zu übernachten, doch irgendwie zieht es mich wieder hinaus, es ist noch viel zu viel Tageslicht an diesem zweiten richtigen Sommertag vorhanden um hier sitzen zu bleiben. Ich wandere noch ca 2 Stunden bis oberhalb des Plöckenpasses und finde eine gute Stelle für die Nacht. Leider ist die Viehtränke aus der ich mein Wasser beziehe sehr Nah und lässt mich durch den Geräuschpegel kaum schlafen, obwohl ich nach einem weiteren sehr langen Tag den schlaf mehr als brauchen könnte.

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24.06.2016

Heute steht der letzte Tag am Karnischen Hauptkamm an. Ab nun verändert sich die Landschaft wieder einmal drastisch und aus schmalen Graten werden weite Almen die mich bis an den Nassfeldpass hinunter begleiten.

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Aus privaten Gründen verlasse ich den Weg vom Nassfeld aus für 7 Tage, schonbald aber werde ich zurückkehren und mich weiter auf den Weg nach Bad Radkersburg und somit den Endpunkt des Südalpenweges machen.

weiter zu Teil II


Ausrüstungsliste Projekt OE-3000 2016

Mein Baseweight liegt derzeit bei 5,2 Kilo, ohne der Kleidung die ich am Körper trage, ohne Essen und Wasser (Verbrauchsmaterialien). Im Durschnitt werde ich Nahrung für 3-5 Tage bei mir haben.

Auf Grund der hochalpinen Teilabschnitte, vor allem am Zentralalpenweg, werde ich unterwegs noch Steigeisen, Eisaxt und andere Gletscherausrüstung entgegennehmen.

Durch die Gletscherausrüstung kommen ca 1,5 Kilo zusätzlich in den Rucksack.

Das Maximalgewicht liegt bei in etwa 11 Kilo, inkl. 4 Tagen Essen und 1L Wasser.

Detaillierte  Ausrüstungsliste (pdf)


Outdoor Küche-Wie versorge ich mich auf einer Weitwanderung

Ernährung ist ein sehr individuelles Thema, deshalb möchte ich in diesem Artikel nur auf einzelne unterschiedliche Möglichkeiten und meine persönliche Handhabung aufmerksam machen.
Grundüberlegungen vor einer mehrtägigen Tour:

  • Was möchte ich essen?
  • Welche Versorgungsmöglichkeiten gibt es während der Tour?
  • Wie kann ich meine Nahrung zubereiten?
  • Wie sieht es mit der Brennstoffversorgung aus?
  • Ist ein Kocher überhaupt sinnvoll, wenn ja welcher (siehe vorigen Punkt)
    aus dem Archiv zum Thema „ohne Kocher“ Going stoveless I & II

Mittlerweile gibt es ein sehr großes Angebot an fertigen Trekking-Mahlzeiten. Meist handelt es sich um  Gerichte die durch den Gefriertrocknungsprozess haltbar gemacht werden und mit Beimengung von Wasser rehydriert und essbar gemacht werden. Für längere Wanderungen sind die Kosten für solche Nahrung recht hoch, und die Abwechslung lässt nach wenigen Tagen auch zu wünschen übrig. Solltet ihr euch für diese Variante entscheiden gibt es nur einen Tipp von mir: unbedingt vorher kleinere Mengen bestellen und ausprobieren! Weiters reichen die „single servings“ meist nicht aus, mir war die 2 Portionen Packungen noch nie zuviel. Um Platz und Gewicht zu sparen, packe ich die eingeschweiste Nahrung meist in einfache Zip-Loc Beutel um, das spart bis zu 80 Gramm pro Mahlzeit und veringert das Volumen. Gebrauchte Zip-Locs kann man wiederverwenden oder in weiterer Folge als Müllbeutel verwenden. Durch beigabe von Olivenöl lassen sich noch hochwertige Fette und zusätzliche Kcal rausholen.

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Ich verwende unterwegs am liebsten einen Spiritus Kocher mit Windschutz in Kombination mit einem „pot cozy“ der den Topf nachdem er vom Kocher genommen wurde Isolierung bietet, um die Nahrung noch einige Minuten ziehen lassen zu können. Auf diese Art kann man mit wenig Brennstoff auch Nahrung zubereiten die etwas länger brauchen würde. Spiritus bekommt man in den meisten Gegenden auch leichter als Gaskartuschen. Für mich hat sich der „Caldera Cone“ am stärksten bewährt, ist zwar nicht der leichteste aber ich mag das System in dem der Windschutz gleichzeitig als Topfhalterung über dem Kocher funktioniert sehr.

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Pot Cozy+900ml Titan Topf+Windschutz+Kocher+Spork+Packbeutel = 200 Gramm

Was ich unterwegs esse:

  • Frühstück: Müsli/Haferflocken etc mit Wasser oder Milch/Proteinpulver oder Riegel + Instant Kaffee
  • Snack 1: Nüsse, Trockenfrüchte, Riegel, M&Ms, Cracker, Kartoffelchips;
  • Mittag: Wenn vorhanden Tortillas mit Parmesan, getr. Tomaten od. Nussbutter; auf thruhikes ist man meistens alles gemischt und auf einmal 😉
  • Snack 2: Nüsse, Trockenfrüchte, Riegel, M&Ms, Cracker, Kartoffelchips;
  • Snack 3: Nüsse, Trockenfrüchte, Riegel, M&Ms, Cracker, Kartoffelchips;
  • Abend: Meist warm, Couscous mit diversen Gewürzmischungen, Parmesan, Olivenöl;
    oder Schnell kochende Nudeln, Kartoffelpüree, Rote Linsen mit getr. Tomaten, Suppenpulver eigenet sich hervorragend zum würzen von allem.
  • Dessert: Proteinriegel etc;

Getrunken wird meist Wasser (Aquamirra zur Entkeimung falls erforderlich) oder Getränkepulver.

Karotten, Parmesan, gekochte Eier, Salat, Avocados, sind zwar schwerer lassen sich aber auch ungekühlt für 2-3 Tage mitnehmen.

Ich emfpehle die Nahrung portionsweise abzupacken, die Versuchung zu viel auf einmal zu essen ist somit minimiert, leere Zip-Loc Beutel werden so lange es geht wiederverwendet und als Müllbeutel weiterverwendet.

Auf den meisten Weitwanderwegen ist es möglich vor Ort alle paar Tage sich mit frischem Proviant zu versorgen, eine weitere Möglichkeit ist, sich im vorhinein Pakete „postlagernd“ zu schicken. Dies erfordert etwas mehr Planung und logistischen Aufwand, kann aber davor bewahren zu viel auf einmal zu kaufen und ist hauptsächlich dann ratsam, wenn man bestimmte Ernährungsformen einhalten möchte oder muss. Ich Mische gerne beide Methoden und schicke Pakete  wenn es mir Sinnvoll erscheint.

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Nahrung für sechs Tage auf der „Te Araroa“ in Neu Seeland.

Bei meiner heurigen Tour werde ich auch manchmal auf Essen in den Hütten zurückgreifen, für rund 90 Tage unterwegs  ist das aber  zu kostspielig und unflexibel.

 

 


Tipps zur Gewichtsoptimierung bei Mehrtagestouren und Weitwanderungen

Dieser Beitrag beruht auf subjektiven Erfahrungen aus meinen bewältigten Touren. Er soll lediglich ein Anreiz sein und Denkanstöße bieten. Vergewissert euch immer selbst was ihr euch zutraut und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten steht.

Mit diesem Artikel möchte ich mich an alle wenden, die vor ihrer ersten längeren Trekkingtour stehen, sowie an Umsteiger aber auch an bekennende „ultraleicht“ Wanderer.
Der Beitrag soll helfen, die nötigen Kenntnisse zu erlangen um ein gelungenes Erlebnis in der Natur zu ermöglichen und aufzeigen was dieses trübt. Letzteres hängt in vielen Fällen mit einem zu hohen Rucksackgewicht und dem körperlichen Trainingszustand zusammen. Du musst aber keinesfalls ein „Super-Athlet“ sein um eine Lang-Distanz-Wanderung zu bewältigen. Wichtig ist, dem Körper die notwendige Zeit zu geben, sich der ungewohnt hohen Belastung anzupassen. Dies kann ein paar Wochen dauern, man merkt selbst ob die Zeit gekommen ist, weitere Strecken zurückzulegen sofern man das will.
Beginnen möchte ich mit einigen Fakten die für einen leichteren Rucksack sprechen.

6 Vorteile eines leichten Rucksacks:

  • Weniger Gewicht am Rücken wirkt Gelenksschonender am ganzen Körper
  • Sicherer, du kannst bei Gefahr schneller agieren (Steinschlag, Gewitter, Hilfe holen, etc)
  • Leichtfüssiger unterwegs sein, du leidest nicht unter der auferlegten Last
  • Du erreichst dein Ziel ausgeruhter und kannst die verbleibende Zeit besser nutzen
  • Weniger einzelne Gegenstände, das Ende der Herumkramerei!
  • Weniger unüberlegt gekaufte Ausrüstung bedeutet geringeren finanziellen Aufwand

Leicht unterwegs zu sein heißt keinesfalls erhöhtes Risiko aufsich zu nehmen oder gar notwendige Gegenstände zu Hause zu lassen. Es bedeutet lediglich das Equipment genau zu kennen, multifunktionalität zu entdecken  und an die verschiedenen Situationen und Touren anzupassen.
Mit perfekt abgestimmter Ausrüstung ist es egal ob man 5 Tage oder 5 Monate unterwegs ist. Bei Weitwanderungen wie z.B. dem Pacific Crest Trail ersetzt man verschlissene Ausrüstung unterwegs und nimmt so gut wie nichts extra mit.

5  Schritte die dein Rucksackgewicht drastisch reduzieren:

  • Quilt statt Schlafsack
  • Schlafmatte auf die 3/4 länge kürzen bei aufblasbaren Matten Größe S wählen
  • Rucksack mit geringerem Volumen und ohne Rahmen
  • Tarp od. Tarptent statt Doppelwandzelt
  • Hygiene-  und Erste-Hilfe-Kit optimieren

Diese 5 Schritte mögen im ersten Moment Radikal und unbequem klingen, wir wollen aber dabei nicht den Nutzen aus den Augen verlieren, weniger zu Schleppen und somit  den Komfort auf der Tour deutlich zu erhöhen. Vor dem Packen empfehle ich alle Ausrüstungsgegenstände mit einer Küchenwaage zu wiegen und in eine Excel Tabelle einzutragen. So kann man genau vergleichen und ersparrt sich erneutes Wiegen vor zukünftigen Touren.
Hier findest du meine Packlisten.

Ein Quilt ist ein Schlafsack ohne Rückenteil und Reißverschluss, er hat meist eine geschlossene Fußbox und mehr Ähnlichkeiten mit einer Decke die man auch daheim verwendet. Ein Quilt kann bei kalten Temperaturen an die Unterlagsmatte befestigt werden, somit wird das Eindringen von kalter Luft verhindert. Daune isoliert nur dann, wenn sie ungehindert „loften“ kann. Daher ist sie an allen Stellen wo sie beim Liegen gegen die Matte gedrückt wird wenig wirksam. Beim Quilt lässt sich die Temperatur wesentlich besser regulieren als in einem geschlossenen Schlafsack. Kein Reißverschluss bedeutet eine Fehlerquelle weniger. Er bringt somit einen erheblichen Gewichtsvorteil gegenüber einem herkömmlichen Schlafsack. Für noch mehr Wärmeleistung und der Hygiene halber empfehle ich die Verwendung eines Innenschlafsacks aus Seide (Silk-liner). Bei reinen Hüttentouren würde man nur den Innenschlafsack benötigen. Gewicht: 350-700 Gramm.

Die Schlafmatte soll vor allem für Komfort und Isolierung des Körpers vom Untergrund sorgen. Für die Beine reicht es den leeren Rucksack und etwas extra Kleidung zur Isolierung zu verwenden. Mittlerweile gibt es sehr leichte aufblasbare Matten, je nach Gegend sollte man abwägen ob man sich für eine Schaumstoffmatte oder für eine mit Luftfüllung entscheidet. Bei letzterer unbedingt ein Reparaturkit mit einplanen. Schaumstoffmatten können so eingerollt werden, dass sie einem rahmenlosen Rucksack stabilität verleihen. Gewicht: 200-400 Gramm.

In Anbetracht dessen, dass wir von nun an weniger Tragen wollen hat der 70 Liter Rucksack endgültig ausgedient. Ultraleicht Rucksäcke haben meist einen Rollverschluss und sind somit im Volumen variabel. Selbst für eine mehrwöchige Wanderung bei der die Versorgung unterwegs gewährleistet ist, reicht ein 45-50 Liter Rucksack. Viele Hersteller bieten mittlerweile auch UL Rucksäcke mit leichten Carbon od. Titanrahmen. Wenn man das Equipment aber soweit optimiert hat, dass man unter sechs Kilo kommt kann man  auch diesen Rahmen weglassen und zu einem frameless Rucksack greifen der sich mit Nahrung und Wasser bis ca 10 Kilo (subjektiv) bequem tragen lässt. Gewicht: 300-1000 Gramm.

Bei autarken Touren, sollte man sich über seine Behausung Gedanken machen. Die Hauptaufgabe eines Zeltes sind die Elemente wie Wind und Wasser draußen zu halten. Dies kann auch mit wesentlich leichteren Tarp Systemen erreicht werden, die meist mit Trekkingstöcken in Verbindung aufgebaut werden.  Zusätzlich kann man auch einen Biwaksack verwenden und somit an klaren Abenden unter freiem Himmel übernachten. Die Vorteile eines Tarps liegen ganz klar im Gewicht, ausserdem bildet sich bei einem Tarp gar kein bzw wesentlich weniger Kondensflüssigkeit. Gewicht: 150-1000 Gramm.

DSC00422reMein Tarp/Bivy Setup am GR20 auf Korsika. Gesamtes Rucksackgewicht bei 4,5 Kilo

Hier herrscht enormes Einsparungspotential. Die wirklich essentiellen Dinge sind ganz einfach. Zahnbürste, Zahnpasta und Seife. Der Kulturbeutel mit Klettspiegel und Hängehacken kann getrost zu Hause bleiben. für diese Gegenstände reicht ein Zip-Loc Beutel mehr als aus. Oft liest man von abgesägten Zahnbürsten und dergleichen, ich verwende hingegen lieber Kinderzahnbürsten. Diese sind ebenso leicht und haben ein kleines Packmaß und von der Handhabung angenehmer. Zahnpasta und Sonnencreme sollten nur in kleinen Reisetuben mitgenommen werden. Dr. Bronners Magic Soap eignet sich auch zum Zähneputzen (am besten Pfefferminz) und ist ausserdem zur Körper und Haarpflege bestens geeignet.

Ähnlich minimal halte ich auch das Erste-Hilfe-Kit. Es besteht aus 2 Wundkompressen, Alkoholtupfer, Desinfektionsmittel, Leucotape, Schmerztabletten und Einweg-Handschuhen. Dies passt ebenfalls in einen Zip-Loc. Sollten diese Utensilien nicht mehr ausreichen benötige ich sowieso einen Arzt. Bei Touren in völliger Autarkie sollte das Kit natürlich entsprechend erweitert werden.
Wichtig ist alle Flüssigkeiten wie z.B. Wasserentkeimung, Desinfektion, Seife, etc… in sogenannten Mini-Dropper Bottles umzufüllen. Das bringt viel Platz und spart Gewicht. Gewicht 50-200 Gramm.

 

Vorschau auf den nächster Artikel: Outdoor Küche-Wie versorge ich mich optimal auf einer Weitwanderung.

Überlegt einen meiner Workshops zum Thema zu besuchen!


100 Miles of Istria 2016 Race Report

Training
I ran 1200 kilometers and 50.000 vertical meters since January 25th in preparation for the race. My biggest week was 173 kilometers with 8200m vert. The second biggest was 155 kilometers with 7100m vert. My longest training run was 70 kilometers with 3000m vert. Most runs I did where in the 25k to 50k range. I never did specific speed work or intervalls. I did some body weight training and core exercises about three times a week. In the last 2 weeks leading up to the race I stopped drinking coffee or any other caffeinated drinks and cut down time on electronic devices such as smart phones and computers.

My race mindset
I think getting away from distractions forced through computers and the internet helped a lot for a clear head on race day. I never thought further than to the next aid station for the whole race. Sometimes I had this thoughts when I am there like 40 kilometers further this and that might happen but I always could catch those thoughts and bring me back in the present moment, which was thinking just to the next cp. I believe that saved me a lot of energy. I had no mental downs throughout the entire race. I stayed positive and smiled or placed little jokes towards volunteers, runners and people along the way. I always got smiles back and that´s a huge part when it comes to staying positive for such a long race.

The day before
After my DNF at 100 Miles of Istria 2015 I decided that I want to go back and give it another try this year. So there I was back in Umag after a solid 10 weeks of training (1200km/50.000vert) from the end of January on. This time I wanted to keep everything as simple as possible beforehand so I was happy that my parents joined me on the journey and delivered me right at the front entrance of the offical race hotel. The place held all amieties you can think of so I was not distracted by doing any chores other than making the way from my room to the restaurant and back. I took a short walk to the beach front in the evening, along the tennis courts, soccer fields and closed kiosks which are about to open when holliday season starts and when I am long gone.

Race day
On race morning I met Florian, a fellow runner from Austria and first timer at the race at breakfast. We talked trail for a while and wondered how much food we should eat before. We came to the conclusion that we should not stop eating before we get tired enough for a litte pre-race nap and so we did. At noon my parents picked us up to drive us the three kilometers to town where the race bus leaves for our start destination Labin. So the race course goes from Labin back to Umag 173 Kilometers through the heart of the Istrian peninsula.

At 04:00 pm the race starts. 250 anxious runners make their way through the old town of Labin and I bet I was not the only one surprised there because of the firmly new route through town. The pace was high and I felt like on a roller coaster up and down this very narrow channels in the middle of a herd of runners. I focused on the ground to not trip over staircases leading out of buildings. After that we followed single track down to the bay and a short stretch of asphalt along the harbour. It took a bit till I was settled and wondered why everybody is going so fast at the first 6km. From the first hill we could see the Ucka Mountains raising in the distance. The sea to the right, the mountains in the front I knew this is where I want to be. By arriving at the first check point I took time to cool down my legs and head a bit, refilled my bottles and grabbed half a banana. At this point I was probaply around 40th position. There where runners behind me who did not even stop at the first cp.
I saw them again later in the race 😉

Before cp2 30k in, the sun begann to set on the horizon, I was high on on a rocky plateau out of the forest. I caught up to many runners almost effortlessly. It was not dark yet but I decided to gear up with my headlamp so I dont have to stop for that later again in the dark. I love running at night. When it gets dark I feel like a hunter chasing down lights in the distance. When approaching other runners I always take time, I try to read there strides and see how the feel. By the time arriving the climb up Vojak the highest point of the race I felt really strong uphill so I caught about 20 runners up the steep trail. I knew I should not go to hard because it is still a long way to Umag but it felt really easy. The downhill to Poklon CP3 at 42k went smooth I ran it one time before and could remember a lot from last year even it was completely in the fog back than. Arriving at Poklon I began my aid station routine which goes like two cups of coke, half a banana, one salt pill and every now and then bread with nutella. While I ate volunteers refilled my bottles.


The next section was mostly on hilly forest trails where I tried to recover a bit, so I ran, walked and ate. I felt like I am stronger in the technical sections, at least they where easier for me than the long forest roads.
The last technical section down to Buzet went very well, I ran with an Italien runner, we chatted a bit and made our way to a hall in the town center together where the cp at 89k was. The atmosphere was good, I was not too tired, we high fived and after we got our dropbags handed everyone followed his own business. I had my peronin breakfast, a change of socks, shirt and headlamp, restocked on food and out I was again towards the next cp Hum. From Buzet on, most of the technical sections are over, the climbs still steep but short and all very runable terrain. I still felt good as day broke in, ran all flats parts and small uphills and downhills. My energy on the climbs was still good but I felt my legs a bit.


My parents crewed me on the last 30 kilometers so I met them for the first time in Motovun which was great and gave my extra energy to see them there. My dad handed me the supplies I needed from my bag, mum took care of my bottles and we parted ways again. From now on I had coconut water at every cp I saw them which was super good as the day got hotter and hotter. The last cp at kilometer 157 Buje was insight, there I would see my parents for the last time till the finish in Umag. I was still in good spirtis, I felt the heat a bit but I was definitely ready for the last 13 kilometers to the finish.

The last 10k felt the hardest I would say. It was super hot on those fields and the course zigzagged on never ending dirt roads. On the last 5 Kilometers two runners past me so I finished in Umag in 13th position overall. My main goal was to finish the course in under 24 hours so I was very happy with the outcome of my first 100 mile finish.

 

Nutrition
My stomach worked solid the entire time, I mostly ate gels, bananas and some oranges. I used Tailwind (love it), water, coke(from km40) and coconut water for hydration. I had one portion of Peronin at halfway. I regularly took salt and bcaa caps during the race.

Gear
I held my gear kit pretty basic, I loved the Hokas (Challenger ATR) on the rocky terrain and wore one pair the entire race. However as the distance and heat increased the toebox was a bit too narrow for my wide feet. So my toes where not happy during the end. I changed socks once. I used the Lupine Piko headlamp during the night and a lighter one from Petzl for the second half.

 

 

 

 

 

 


Projekt OE-3000 2016

Die Idee meine nächste Weitwanderung in Österreich zu unternehmen entstand spontan, während ich eine weitere Tour in den USA in Planung hatte. Dabei wollte ich mehrere existierende Routen und Wege miteinander verbinden, um eine eigene und abwechslungsreiche Route im südwesten der USA zu kreieren.
Bei der Planung für eine kürzere Vorbereitungstour am Nordalpenweg der an meinem Wohnort vorbeiführt, habe ich auf der Seite des Alpenvereins die Karte des österreichischen Wegenetzes entdeckt und war von der Idee den Südalpenweg mit dem Zentral- und Nordalpenweg zu kombinieren sofort ergriffen. Der Gedanke mehr oder weniger direkt vor der Haustüre eine lange Wanderung zu beginnen und dabei die Alpen in Österreich genau kennenzulernen war von Anfang an Grund genug um meinen Trip nach Amerika vorerst zu verschieben.

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Start in Bozen im Juni 2016

Das Projekt:
3000 Kilometer zu Fuß ohne motorisierte Hilfsmittel entlang der Route, über 150.000 Höhenmeter im Aufstieg, 3 Monate, Durchwanderungen des Südalpenweges 03, Zentralalpenweges 02 und des Nordalpenweges 01.

Starten werde ich im Juni 2016 in Bozen, von dort geht es durch die Dolomiten über Brixen und Sexten um entlang des Karnischen Hauptkammes dem Südalpenweg 03 bis nach Bad Radkersburg zu folgen (ca. 700km).
Von Bad Radkersburg nehme ich den Ostösterreichischen Grenzlandweg 07 für ca 150 km bis ich am Hochwechsel auf den Zentralalpenweg 02 stoße. Am Zentralalpenweg werde ich bis nach Feldkirch wandern, von dort weiter auf einer Verbindungsroute nach Bregenz wo ich dem Nordalpenweg 01 nach Wien folgen werde.

Der Stil:
Größtenteils werde ich mich selbst versorgen, das bedeutet die Route alle 3-5 Tage zu verlassen, um in einen Talort abzusteigen und mir die erforderliche Nahrung für den Weiterweg zu kaufen.
Ich plane bis zu 60 Kilometer am Tag zurückzulegen d.h. ist es wichtig nur das notwendigste und funktionellste Equipment bei mir zu haben. Das Basisgewicht meines Rucksacks wird je nach Streckenabschnitt 3.5 – 5 kg wiegen. Mit leichtem Gepäck zu wandern bedeutet für mich frei zu sein, unabhängiger, weniger geschafft am Tagesende, dies gilt nicht nur für´s Wandern!

Die Herausforderung:
Neben Wetterextremen, körperlichen Belastungen und anderen unvorhersehbaren Situationen die während einer Tour in diesem Ausmaß auftreten können, wird es eine große Herausforderung sein, genug mentale Stärke aufzubringen um bei der Sache zu bleiben. Weitwandern bedeutet auch einer gewissen Monotonie ausgesetzt zu sein: Laufen-Essen-Schlafen, Tag für Tag bis man das gewünschte Ziel hoffentlich am Ende erreich hat. Geduld ist das A und O beim Weitwandern, dies habe ich in vielen Unternehmungen gelernt.
In der heutigen Zeit geht vieles sehr schnell, alles ist im Überfluß vorhanden, man ist überall erreichbar, jeder will alles am besten sofort. Meine Erfahrung ist es, dadurch leicht in Stresssituationen zu geraten die sich bei mir meist in Ungeduld, Rastlosigkeit und Unzufriedenheit ausdrücken. Neben dem geografischen Ziel ist mein zweites persönliches Ziel diese Ruhe und Geduld zu vertiefen, meinen eigenen Weg zu gehen und über meine Zeit selbst und frei zu bestimmen.
In erster Linie bin ich einfach gerne zu Fuß unterwegs, es ist die von mir bevorzugte Art des Reisens. Ich liebe es den Tag woanders zu beenden als er begonnen hat, früh morgens im ersten Licht des Tages bereits auf den Beinen zu sein, die Neugierde nicht zu wissen was hinter der nächsten Kurve ist, kurz anzuhalten um zu beobachten oder ein interessantes Gespräch zwischendurch mit dem man nicht rechnet. Es gibt nichts schöneres als neue Gegenden aus eigener Kraft zu erreichen und zu erleben!

Bleib am laufenden und erfahre mehr über meine Planung und Vorbereitung auf facebook-logo (keine Registrierung erforderlich)

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Hochgolling, Schladminger Tauern 2013


Trailrunning in Tenerife (Canary Islands)

At the end of October I went to Tenerife to participate in the Tenerife Blue Trail. Because of a weather warning, the race got postponed to November just 4 hours before the initial start in in the south of the island. Standing there dressed in my running clothes and drop bags in hand It was quite a bummer to get the notice after I walked about 4km from my apartment to the bus. Well this was the perfect end to an already strange season. With no finish over 50k distances I just wanted to run this race so badly. Did not happen. As a runner I think despite the lack of finishes I learned a lot this season. I feel like I got stronger, running over the winter as preparation for 100 miles of Istria and trying to structure my running a bit more. I hope to be around this crazy sport of ultra running for a long time and so I think this season was quite valuable and educational for me.
The weather predicted did not hit Tenerife that hard and so I was able to explore the trails on my own. In eight days on the Island I ran about six different trails from east to west all over the place.

The trails where very well marked, so I had never problems to follow the right way. It can get very hot even in October and water was scarce. So bring enough! …and sunscreen!

The Afur Loop aka „Mr. Wilson“
Profile | Strava

Alone the drive to Afur is quite exciting. Very small and winding roads in the mountains of the northeast. I just wish the this trail was longer, it is a very beautiful course through Canyons and along the coastline with views over the Atlantic Ocean. I would recommend to go clockwhise from Afur so you have the downhill road stretch at the end of the loop.

El Realo Alto aka „The Roller Coaster“
Profile | Strava

In the foothills of Puerto de la Cruz lays this quite runable forest trail. You have one bigger climb no matter which direction you go first.

Garachico-Montana Chinyero aka „Quadcrusher“

Profile | Strava

Climbing steep from the old town of Garachico west of Puerto Cruz this can be done also as a loop trail around Mount Chinyero which provides great views over Teide. Be sure to start earlier as it gets very hot on the climb out of town. I ran out of water so I could not do the loop trail which adds about 6km to the 25 for going out and back. A lot of sand and lava rock. Very well marked but no water on the route. You can make this one shorter if you wish by driving further up the road by car.

Sendero 7 Montana Blanca – Pico del Teide aka „Spanish Sahara“
Permit

In the heart of Teide Nationalpark, this is a must do. You start right at the road or further down at the visitor center if you want to have a long day out. Bring a lot of water!
If you want to run up to the summit of Teide you need to have a permit for the last 200 meters to the crater. Otherwise the rangers will not let you enter the last trail leading up to the peak. Trust me you want to go to the summit. So arrange that permit early enough! I could not get one and had to turn back at 3550m where the tourists arrive with the cable car.


Alaska | Wrangell-Saint Elias Trip Report & Video

The short story:
When I planned the route described in the last post, I gave us a 60% chance of finishing it as it looked on paper. My biggest concern was the weather being not stable enough to go for the full 20 days without too many cold and rainy days. Having observed the Alaskan weather all summer long I hoped for an mild early autumn. In the end we had to bail out of the route earlier than expected, from 12 days in the field it rained on and off for about 7 days. The last 3 days so heavy that we where stuck in the tent for 3 nights. Temperatures dropped, we where just under the snow-line and allready low on food.


(watch on vimeo for higher resolution)

The more detailed one:
Ruth & Brian, a couple from Anchorage I contacted before to arrange a drop-off at Nabesna road end, picked us up and drove us all the way from our hostel in Anchorage out to Nabesna. They continued on their journey to McCarthy and delivered a resupply box for us in town where we would pick it up later in our trek.
At the road end we said „good-bye“ and shouldered our packs following an atv track towards the old Nabesna Mine. At a „private property-do not enter“ sign at the side close after the mine, we veered off into the bush to our left. I said to my dad that this will be the last trail we would see for a while, trying to find a way through dense scrub. Later as we gained a little bit of elevation we got into the forest where walking was a bit easier than before. I checked the GPS every now and then to make sure we are heading in the right direction towards the Jacksina Creek, which we wanted to reach that night and start rafting out the next morning. Later the Jacksina would confluence with the Nabesna River.
As we came closer to the river, it got dark already. We tried to find a way down to the river for about an hour but the cliffs where just to steep. I hoped it would be just a matter of time till we would find a small ravine between the cliffs to climb down. For today we decided to use the last daylight for finding an proper campspot and have dinner. As the last tent peg was in the ground I noticed that big old tree hanging into an other just above our tent. I hoped that it would last another night and left camp in safe distance to fire our gas stove. If the tree would drop in the middle of the night and rip our tent or batter us this would have been an early ending of the trip.
The night passed very silently, the tree was still over our heads and soon after breakfast we where ready to go. Eager to find a place where we can drop down to the river and start rafting. We followed the cliff for a litte longer and found a place where the drop looked possible. We tried it and minutes later we where inflating our rafts on the riverbank. My father never pack rafted before, but had experience with larger rafts and kayak. I was not concerned that he could fail in the packraft.

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The river was not too fast but also not too slow to be boring, the main challenge for both of us was to not hit the low water channels. Because of the silty water it is impossible to see the ground and so we had to climb out of the boat to drag the raft into deeper channels quite often.
After about two hours on the river we where at the Nabesna confluence. We looked at each other and asked at the same time „is it a good idea to keep paddling into this?“ The Nabesna was that big and we felt very tiny in our small rafts. I could see more sandbanks in the distance and as long as there are sandbanks we felt kind of safe. So we paddled on. What else could we do. We found a rhythm with the river quite fast and just continued rafting downstream. The Nabesna is a fast river and it did not take too long till we came to that area where we thought to be at the right spot for the ascent towards Cooper Pass.

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We hiked up dry riverbeds, along glacial moraines, through meadows and dense forests, every now and then we could also follow game trails. My anticipation to see our first bear grew with every pile of bear scat on the ground.I think our very regular „hey bear“ yells helped to scare them away long before they came in viewing distance.

On day 4 we arrived in Chisana, a tiny settlement and remainder from the gold rush area only accessible by airplane or foot. Nowadays it is home for hunting excursions and a few people who chose to life off the grid. A day before Chisana we met one camouflage suited hunter on a horse searching for another party of hunters (which we have not seen). Another one in „town“ and two other persons who where going for the mailplane on a quad. We stayed one night in the public cabin right in town, fired the oven and dried our stuff while listening to the rain dripping on the cabin roof. We hiked out the next morning, hoping for improving weather during the day.

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4 hours into the hike leading up a riverbed the rain got stronger, so the river. We could not really cross the river anymore to gain elevation so going around it in the bush was the only option left. Further up (about 10mi from Chisana) I spotted a roof on the left side. It was raining and cold and we where of course curious. Soon we found ourselves on a trail leading to a hut which was not in the maps. So we where sure it is not a forest service hut. It was unlocked and to our surprise unlocked (and well stocked). I am not going into details here. We stayed a night, had some cans of fresh fruit, left money and a letter on the table and where gone by the early morning the next day towards Solo Mountain. (Gabriel, why did you bring this flag?)

Despite the rain, the hiking was great. Good views, open tundra. No more riverbeds for now. As we approached Solo Mtn Hut the rain got stronger again. Luckily another night under a roof. Solo Mtn Hut is a very rustic cabin but the roof was leakproof. I spent the rest of the afternoon reading the hutbook, where legends like Roman Dial, Andrew Skurka and friends from Austria left their entries years before. While doing so my dad was gathering wood from the riverbed and surprisingly spotted Moose up river. We observed it for minutes before it ran off towards the hills behind.

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Next morning was just beautiful. Clear blue skies, views on big mountains and glaciers and the best thing to look at, a fresh snow line above the tundra. We where eager to hike again in good weather and continued our trek towards the Solo Mtn airfield. Looking at the map it made no sense to loose all the elevation and hiking out the valley to the airfield and so I thought it might be a better idea to cut off to the right and to bushwhack down to the river which we had to follow upstream towards Skolai Pass. So we did. The trek through the bush down the side of the mountain was strenuous but despite the good weather conditions still a good option.

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We where more than happy that the weather finally turned great! But little did we know. The next morning clouds where moving in again. We could hike another full day in dry conditions all the way up Skolai Pass where we found a good spot to camp. It was really calm this evening. No wind. not to cold and I was confident that the weather would become good again for our final leg on the Goat Trail towards McCarthy. In the middle of the night I awoke to heavy rainfall and gusts of wind hitting the silnylon of our tent. I just hoped the stakes in the ground would keep our dwelling save till the morning. The weather did not change for 3 days. We where stuck in the field. As far as I knew, most of the Goat Trail was higher in elevation and exposed. So I was not very comfortable with the thought that all we have for shelter up there is a wet tent. The risk of getting hypothermic was too high for me to take also thinking of my dad. I know I am able to move for 20 hours or longer if I had to, but this was too big of an risk for both of us.

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We had to make a decision, with about 5 days away from the nearest town of McCarthy but only 3 days of food left it was clear, that we had to think of an Plan B. I knew somewhere here is the Skolai Air-Field where hikers can get to per plane and start their trek towards McCarthy on the Goat Trail. A route frequented more often than anything else in Wrangells. Our map was a bit outdated so the air-field was not in the place the map showed. There was just an old barn with dry wood (we used as shelter) and rusted chevron barrels (great as seats) in it. So we had no idea where the „new“ airfield was neither how to contact one of McCarthys pilots to get us out of here. Suddenly we saw that plane going low over our heads and started waving. We watched the plane and because of his low route we knew the field must be somewhere „around the corner“ but still too far to go and have a look. My father hiked up the hill a bit and spotted a group of hikers with his binocolars ( a nice to have tool up here). Without the field glas we would not have been able to see them, even it was just on the other side of the valley. I knew that was our chance. So I ran across the valley for about 20 minutes and found, somewhere along the hills and brush a group of hikers. To our advantage they had a Delorme inReach device and where able to send a text to McCarthy Mountain Air. We set up a pick up for tomorrow and got that confirmed within minutes! Thanks!

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We spent a couple of days in McCarthy, rafting the McCarthy Creek and discussing what to do. I knew I had to let my dad make the decision on continuing or not. With the weather ahead, I was not disappointed of his decision of not continuing. Rafting in rain with 2°C down a river as large as the Copper River made no sense to us at all.

I knew that for this trip I have to queue behind my own expectations and goals a bit but it was still a cool trip for both of us.
I am still impressed how vast and quiet the landscapes are up there and will be definitely back for more someday.

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Regarding the Gear we used, I only would change one thing. Bringing a two way communication device such as the DeLorme inreach or a Satphone instead of the spot (which is still better than nothing)

Watch the full set of picture on my flickr account


Alaska | Wrangell-Saint Elias Traverse Route Description & Gearlist

AKRoute

Overview

A 21 day trip traversing Wrangell-St. Elias NP from mid August to early September in south eastern Alaska. The planned route starts in Nabesna (N) and runs down to Cordova (S) with packrafting the Copper River down to the Gulf of Alaska. The Route is approx. 500km in length and should provide a good mixture of hiking and rafting parts.
In the first half, from Nabesna to McCarthy the rafts will be needed mostly for river crossings. The second half, from McCarthy to Cordova should be fully raft-able.
It will be my first off-trail pack-rafting trip covering that distance and also my first non-solo hike since 2010 because I am accompanied by my father.

About Wrangell-St. Elias NP

With 53320 km2 (6xYellowstone) Wrangell-St. Elias is the largest NP in the United States but only accessible by two dirt roads, one in the north to Nabesna and one in the south to McCarthy. Because it is divided by the Nabesna River in the north which is impossible to get across without a raft it is less travelled. There would be a lot of superlatives to drop here, but I hope to tell them first hand when I am back from the trip!

GEAR LIST
Carrying System
ULA Epic + 65L Sea to Summit Drybag
Ortlieb Waterproof Camera Bag

Rafting Gear
Alpacka Yukon Yak + Spray Deck 2830g
Sawyer Paddle
Anfibio Drysuit
Anfibio Vest S/M 376g

Clothing worn
Nike running shorts
Orthovox Merino T-Shirt
OR Suncap
Sunglasses
Running socks
Salomon XA-PRO 3D Shoes
BD Z-poles Carbon

Clothing carried
Exofficio trekking pants
Ibex Indie Hoody Merino
Merino Buff
Fleece Hat
Running Gloves
Merino tights long
1x pair extra running socks

Insulation Gear
Cumulus Endurance Lite Down Jacket

Rain Gear
Haglofs OZO Jacket
Montane Minimus Pants
MLD Rain Mitts

Sleeping Gear
Katabatic Sawatch Down Quilt
Silk Liner
TAR Neo Air S
Sleeping socks

Kitchen
MSR Titan Kettle 900ml
Vargo Titan Spork
Swiss Army Knife
Mini Bic

Group Gear (shelter)
GoLite Shangri La 3 + Bathtubfloor
10 Easton Gold Stakes
15m Cord

Group Gear (kitchen)
Crux Omnilite Gasstove
2x Gas canisters
Fire Steel
Wet Fire Starters

Hygiene & First Aid & Repairs & Safety
Toothbrush
Minitoothpaste
Dr. Bronners Peppermint soap
Hand Sanitizer
Dental Floss
Deet
Blisterkit
Aspirin
Ibuprofen
Duct Tape
Boat Repair Kit
TAR Repair Kit
Seam Grip
Needle + Safety Pins
Bear Spray

Group Gear (Camera & Electronics)
Spot Satellite Messanger
Fuji X-E1 + 18-55 lens
4x Camera batteries
GoPro Hero 3
3x Camera batteries
4x SD Cards
Iphone 5s + lifeproof case
External Batterie 8400 mHa
Chargers and cables
Petzl E-Lite Headlamp
Drybag

Route Descriptions and Maps + Waterproof Cover
Wallet and Travel Documents
Drybags and Stuffsacks